1192 Sprüche — Seite 9
Den Strom der Trauer mildert, wer ihn teilt.
— Edward Young
Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.
Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen, wie der Wind die Kerze verlöscht und das Feuer entzündet.
— François de la Rochefoucauld
Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt.
— Marcus Tullius Cicero
Ehen und Weine werden mit den Jahren sauer
— Victor-Marie Hugo
Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören
— Jean Paul
Alles Irdische ist vergänglich.
— Joseph Victor von Scheffel
Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das höchste doch, wenn der Leib in Staub zerfallen, lebt der große Name noch.
— Friedrich von Schiller
Alles, was war, ist nicht mehr. Alles, was sein wird, ist noch nicht. Das ist unser Unglück.
— Alfred de Musset
Weisst du, was in dieser Welt mir am meisten wohl gefällt? Dass die Zeit sich selbst verzehrt, und die Welt nicht ewig währt.
— Friedrich von Logau
Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird.
Was glänzt, ist für den Augenblick geboren.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Jahrhundert ist vorgerückt; jeder einzelne aber fängt doch von vorne an.
— Johann Wolfgang von Goethe
Jede Mode kommt aus der Mode.
Eine Spanne Zeit kann nicht mit einer Spanne Gold gekauft werden.
Jugend ist die Zeit des Lebensgenusses, die Triumphe des Mannesalters und der Reichtum vorgerückter Jahre bieten keinen Ersatz für eine in genußloser Anstrengung vergeudete Jugend.
— Johann Nepomuk Nestroy
Es gibt keine alte und moderne Literatur, sondern nur eine ewige und eine vergängliche.
— Ernst von Feuchtersleben
Was auch das Meer verschlang, die Zeit verschlang das Weh, ewig bleibt die See.
— Gorch Fock
Wie vergänglich ist doch der Mensch auf dieser Erde, ein Baum überdauert ihn, eine Steinstufe wird hundertmal älter, als der Menschenfuß, der sie tritt.
— Paul Keller
Wer die Kapitalisten vernichten will, muss ihre Währung zerstören.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Mit den ersten Bäumen, die gefällt werden, beginnt die Kultur. Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden, endet sie.
Die Idee ist eine Seifenblase: ein Sandkorn Wahrheit läßt sie platzen.
— Carl Ludwig Schleich
Der Mensch vergißt Schmerz viel rascher als Freude.
— Niccolò Tommaseo
Die Eifersucht stirbt viel später als die Liebe.
— Herbert George Wells
Länder und Geschlechter verjüngen sich – aber der Frühling des menschlichen Glückes blüht nur einmal. Der Rest ist Asche!
— Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein
Wenn der Mensch für den Gewinn auf der Strecke bleibt, bleibt es der Gewinn später auch.
— Else Pannek
Trägheit ist vernichtend. In homöopathischer Dosis jedoch ein Genussmittel.
— Else Pannek
Ein Teil des Lebens geht zu Grunde, so oft eine Stunde verschleudert wird.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Setzt dem stolzen Manne Gleichgültigkeit entgegen, und ihr nehmt seiner Macht den Stachel!
— Friedrich Maximilian von Klinger
Denn Liebe, sagt man, ist nur Hoffen und wird, gewährt, vom Tod betroffen.
— Carl Leberecht Immermann
Sobald eine Mode allgemein geworden ist, hat sie sich überlebt.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Leben ist eine Zusammenkunft, zu der immer nur eine begrenzte Zahl auf einmal eingeladen ist - und nie wird eine Einladung wiederholt.
— Hans Carossa
Auf der Höhe des Lebens erblickt der Mensch sehr natürlich auch das Ende des Seins. Wer das Beste und Schönste genießt, fühlt eben in dem Augenblick, dass dieser nicht zum zweiten Mal wiederkehren kan …
— Bogumil Goltz
Die Leidenschaften vernichten das Beste und die Besten.
— Heinrich Laube
Schon manche Liebe ging zugrunde an ihrer Heftigkeit; an ihrer Innigkeit noch keine.
— Otto Weiss
Hast du Glück in der Faust, so halte sie fest zu, denn es ist sehr schlüpfrig und lässt sich nicht gern wider Willen halten.
— Julius Wilhelm Zincgref
Bös' Gerücht nimmt immer zu, gut' Gerücht kommt bald zur Ruh.
— Bernhard Freidank
Das Leben ist zu kurz, um Animositäten zu pflegen und sich auf das Schlechte zu konzentrieren
— Charlotte Bronté
Alle edlen Eigenschaften machen den Menschen einsam.
— Theresa Keiter
St. Bartholomäus hat's Wetter parat, für den Herbst bis zur Saat. (24. August)