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Sprüche über Abwechslung

351 Sprüche — Seite 10

Was dem Alltag Farbe, Bewegung und neue Perspektiven verleiht, ist die Abwechslung. Sie bewahrt vor Erstarrung, weckt Sinne und Gedanken und erinnert daran, dass Lebendigkeit oft aus dem Wechsel von Formen, Eindrücken und Erfahrungen entsteht. Darum besitzt dieses Thema eine heitere und zugleich tiefere Lebensbedeutung.

Nicht jede Veränderung schafft schon Bereicherung, doch Monotonie verengt den Blick. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Abwechslung Kreativität, Freude und Offenheit fördern kann, wenn sie nicht bloß Zerstreuung, sondern wirkliche Belebung bedeutet.

  1. Glückliches Kind, du ahnst noch nicht, wie wunderbar verwickelt und wechselvoll das Leben ist!

    Fridtjof Nansen

  2. Es geht ewig zu Ende, und im Ende keimt ewig der Anfang

    Peter Rosegger

  3. Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun, im Unglück nicht unmäßig kränken, so lern so klug wie Eulenspiegel sein: im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.

    Christian Fürchtegott Gellert

  4. Jeder nach seinem Sinn wählt seiner Freuden Ort: der Rosenkäfer hier, und der Mistkäfer dort.

    Friedrich Rückert

  5. Wir hören viel, aber wir hören erst eigentlich, wenn wir die wirren Stimmen haben sterben lassen, und nur noch eine spricht. Wir sehen viel, doch wir sehen erst eigentlich, wenn wir die wirren Lich …

    Eckhart von Hochheim

  6. Das Talent des Menschen hat seine Jahreszeiten - wie die Früchte.

    François de la Rochefoucauld

  7. Die Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein in einem Augenblick im höchsten Himmel sein.

    Angelus Silesius

  8. Mit der Freude zieht der Schmerz traulich durch die Zeiten. Schwere Stürme, milde Weste, bange Sorgen, frohe Feste. Wandeln sich zu Zeiten. War's nicht so im alten Jahr? Wird's im neuen enden? Son …

    Johann Peter Hebel

  9. Wir mögen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag- und eine Nachtseite behalten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Sei nicht eine Wind- und Wetterfahne und fang nicht immer Neues an! Was du dir wohl hast vorgesetzt, dabei beharre bis zuletzt.

    Robert Reinick

  11. Die Mode ist weiblichen Geschlechts, hat folglich ihre Launen

    Karl Julius Weber

  12. Übrigens hat man, wenn man es zeitenweis bei den Menschen nicht mehr aushält, die Tiere.

    Friedrich Vischer

  13. Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.

    Charles Robert Darwin

  14. Tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

    Christian Morgenstern

  15. Der Wechsel vergnügt die menschlichen Sinnen, dies lehrt uns der Umgang und auch die Natur.

    Johann Christian Günther

  16. Wir lieben die Frauen um so mehr, je fremder sie uns sind

    Charles Baudelaire

  17. Die Schwächen der Männer machen die Stärken der Frauen aus.

    Voltaire

  18. Freud und Leid sind Reiseleute, ziehen immer aus und ein; doch will dieses immer länger, jene kürzer bei uns sein.

    Friedrich von Logau

  19. Liebe ist wie der Mond: Wenn sie nicht zunimmt, nimmt sie ab

    Konfuzius

  20. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt, und an der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    Johann Peter Hebel