Sprüche über Angst
427 Sprüche — Seite 3
Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.
Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.
Es gibt niemanden, der sich einer Frau gegenüber arroganter, aggressiver oder verächtlicher verhält, als ein Mann, der um seine Männlichkeit bangt
— George Eliot
Was zagst du, Herz, in solchen Tagen, wo selbst die Dornen Rosen tragen?
— Ludwig Uhland
Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich …
— Dietrich Bonhoeffer
Lüge und Unaufrichtigkeit kennzeichnen den Furchtsamen; Treue und Aufrichtigkeit sind die Begleiter des Mutes.
— Walter Rathenau
Unter allen Lügnern auf der Welt sind manchmal die eigenen Ängste die schlimmsten
— Rudyard Kipling
Eine Religion, die sich vor der Wissenschaft fürchtet, schändet Gott und begeht Selbstmord.
— Ralph Waldo Emerson
Ob du glaubst, du kannst es, oder es nicht glaubst - du hast recht.
— Henry Ford
Etwas Zögern lässt nie etwas zustande kommen
— Demokrit
Sei nicht feiger als die Kinder! Wenn es dir angezeigt erscheint, sage: "Ich spiele nicht mehr mit"
— Epiktet
Man erschrickt nur vor Drohungen; mit vollendeten Tatsachen findet sich der Mensch schnell ab.
— Oswald Spengler
Habe nie Angst davor, in der Minderheit zu sein. Wenn das Recht bei der Minderheit liegt, wird die Minderheit eines Tages die Mehrheit sein.
— William Jennings Bryan
Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.
— Jean Paul
Fürchte nichts und niemanden. Das Teuerste in dir kann durch nichts und niemanden leiden.
— Leo Tolstoi
Gewisse Dinge untersucht man nicht: man fürchtet zu sehr, das Richtige zu finden.
— Otto Weiss
Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen.
— André Gide
Behalte deine Ängste für dich, aber teile deinen Mut mit anderen!
— Robert Louis Stevenson
Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit
— Otto von Bismarck
Spanne den Bogen, aber schieße nicht los! Noch gefürchtet zu sein, ist wirksamer.
Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann dich das Sterben erschrecken? Hast du es je noch gespürt, wenn du des Abends entschliefst?
— Christian Friedrich Hebbel
Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man.
— Franz Kafka