gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Geist

520 Sprüche — Seite 7

Was den Menschen über das bloß Gegebene hinausdenken lässt, wird seit jeher mit dem Geist verbunden. In ihm liegen Schärfe des Verstandes, schöpferische Vorstellung, Urteilskraft und jene Freiheit, die nicht nur reagiert, sondern entwirft. Darum ist dieses Thema von besonderer Tiefe für Kultur, Erkenntnis und Selbstverständnis.

Seine Größe zeigt sich nicht in Lautstärke, sondern in Klarheit, Weite und Unabhängigkeit des Denkens. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Einsamkeit und Genialität, Bildung und Einbildung und machen deutlich, wie viel Verantwortung in geistiger Kraft liegen kann.

  1. Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuß im Leben.

    Rosa Luxemburg

  2. Nicht nur für die Mütze hat man den Kopf auf den Schultern.

  3. Man ist nur in dem Maße wissbegierig, wie man unterrichtet ist.

    Jean-Jacques Rousseau

  4. Wenn man sich zu lange in engen, kleinen Verhältnissen herumdrückt, so leidet der Geist und Charakter. Man wird zuletzt großer Dinge unfähig und hat Mühe sich zu erheben.

    Johann Peter Eckermann

  5. Der Verkehr mit den großen Geistern der Vergangenheit durch ihre Bücher ist einer der edelsten Genüsse. Wir leben mit ihnen wie mit Freunden, wir bewundern und lieben sie, als wenn sie leibhaftig un …

    Gustav Freytag

  6. Nach einem bösen Traum sieht man, welchen Stoff zu einer Hölle ein bloßes Gehirn in sich aufbewahrt.

    Jean Paul

  7. Der Horizont des Berliners ist längst nicht so groß wie seine Stadt.

    Kurt Tucholsky

  8. Der Geist der Frauen stärkt eher ihren Leichtsinn als ihre Vernunft.

    François de la Rochefoucauld

  9. Neugier ist eine der festen und ständigen Eigenschaften eines energischen Geistes.

    Samuel Johnson

  10. Der originelle Kopf bemerkt, was der gewöhnliche nur sieht.

    Emanuel Wertheimer

  11. Ist der Körper gerade, ist der Geist gerade.

  12. Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.

    Joseph Addison

  13. Körper, Seele und Geist sind die Elemente der Welt.

    Novalis

  14. Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste in der Natur. Aber ein Schilfrohr, das denkt.

    Blaise Pascal

  15. Bewunderung ist nur das Maß unserer Kenntnisse und beweist weniger die Vollkommenheit der Dinge als die Unvollkommenheit unseres Geistes.

    Marquis de Vauvenargues

  16. Die auserwählten Leser haben immer geistige Tendenzen, die denen ihrer Zeit entgegengesetzt sind.

    Honoré de Balzac

  17. Es ist ein gewisses Verhältnis nötig zwischen denen, die vornehmlich zum Denken, und zwischen jenen, die vornehmlich zur Tätigkeit geneigt sind.

    Henry Thomas Buckle

  18. Wie Fackeln und Feuerwerk vor der Sonne blass und unscheinbar werden, so wird sowohl Schönheit als Geist, ja Genie, überstrahlt von der Güte des Herzens.

    Arthur Schopenhauer

  19. Wer dein Schweigen nicht versteht, versteht auch deine Worte nicht.

    Elbert Green Hubbard

  20. Der tiefe Denker hegt immer den Verdacht, dass er oberflächlich ist.

    Benjamin Disraeli