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Sprüche über Welt

734 Sprüche — Seite 11

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Zwischen äußerer Wirklichkeit und innerem Blick entsteht jene Spannung, aus der viele tiefe Gedanken hervorgehen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass die Welt nie nur das ist, was vor Augen liegt, sondern immer auch das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt oder erhofft.

  1. Als du auf diese Erde kamst, haben alle gelächelt - nur du hast geweint. Lebe so, dass wenn du diese Welt wieder verlässt, alle weinen - und nur du lächelst!

  2. Die Laster stritten, wer von ihnen am eifrigsten gewesen sei, dem Bösen auf der Welt zu dienen; den Preis erhielt die Heuchelei

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  3. Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Amen des Universums.

    Novalis

  4. Es erweist sich, daß das, was Weltkenntnis genannt wird, die Menschen eher schlauer als gut macht.

    Samuel Johnson

  5. Auf unserer Erdenwelt hängt oft alles von den Äußerlichkeiten ab, mit denen man sich in Szene setzt.

    Alfred de Musset

  6. Ein einzig böses Weib lebt höchstens in der Welt: Nur schlimm, dass jeder seins für dieses einzge hält.

    Gotthold Ephraim Lessing

  7. Alles Irdische ist vergänglich.

    Joseph Victor von Scheffel

  8. Körper, Seele und Geist sind die Elemente der Welt.

    Novalis

  9. Was in der Welt dir nicht gefällt, musst du dir gelassen gefallen lassen

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  10. Das ist die beste Kritik von der Welt: wenn einer neben das, was ihm missfällt, etwas anderes besseres stellt.

    Friedrich Rückert

  11. Ein Kind ist uns geboren, lebendig und geliebt, die Welt ist nicht verloren, solang es Kinder gibt.

  12. Man hört in der Welt leichter ein Echo als eine Antwort

    Jean Paul

  13. Als Gott die Welt erschuf, gab er den Europäern die Uhr, den Afrikanern die Zeit.

  14. Mit Blitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen.

    Christian Friedrich Hebbel

  15. Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht

    Albert Schweitzer

  16. Das Herrlichste der Welt ist, einen neuen Tag zu sehen

    Maxim Gorki

  17. Die Rose spricht alle Sprachen der Welt.

    Ralph Waldo Emerson

  18. Die Geschichte meines Lebens wird der Welt sagen, was sie mir sagt: Es gibt einen liebevollen Gott, der alles zum Besten führt.

    Hans Christian Andersen

  19. Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.

    Friedrich von Schiller

  20. Die Hand, die die Wiege bewegt, bewegt die Welt.