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Sprüche über Welt

734 Sprüche — Seite 26

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Zwischen äußerer Wirklichkeit und innerem Blick entsteht jene Spannung, aus der viele tiefe Gedanken hervorgehen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass die Welt nie nur das ist, was vor Augen liegt, sondern immer auch das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt oder erhofft.

  1. Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung

    Christian Johann Heinrich Heine

  2. Man ruht nicht still im Glücke, solang man rastlos wallt; die Welt ist eine Brücke und nicht ein Aufenthalt.

    Hieronymus Lorm

  3. Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Nur die Ruhe in der Bewegung hält die Welt und macht den Mann.

    Gottfried Keller

  5. Sphären ineinander lenkt die Liebe, Weltsysteme dauern nur durch sie

    Friedrich von Schiller

  6. Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  7. Es ist merkwürdig: die Welt ist das größte Wunder und gerade an dieses wollen die Frommen nicht glauben.

    Daniel Spitzer

  8. Es gibt wohl niemanden auf der Welt, der nicht Freude daran hat, Rat zu erteilen.

    John Steinbeck

  9. Schlummer nicht in den Zelten deiner Väter. Die Welt rückt vor.

    Giuseppe Mazzini

  10. Zitate sind schon gut. Es steht eine geistige Gemeinschaft dahinter. Das klassische Zitat ist das Losungswort der Ge­bildeten in aller Welt

    James Boswell

  11. Großer Männer Grab ist die ganze Erde.

    Perikles

  12. Die Religion ist das Krankenhaus der Seelen, welche die Welt verwundet hat.

    Jean Antoine Petit-Senn

  13. Wie die Luft, wie das Wasser, wie alles in der Welt, so steigt auch unser Herz desto höher empor, je wärmer es wird.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  14. Frieden im Herzen bringt Frieden in die Welt

    Theodor Toeche-Mittler

  15. Das ist die klarste Kritik der Welt, wenn neben das, was ihm missfällt, einer was Eigenes, Besseres stellt

    Franz Emanuel August Geibel

  16. Die Erde gehört sowohl denen, die nach uns kommen, wie auch uns.

    John Ruskin

  17. Auf der Welt ist kein Bestand wir müssen alle sterben.

    Georg Büchner

  18. Der Sarg, das sind die Bretter, welche die andere Welt bedeuten.

    Daniel Spitzer

  19. Lass uns mit einem Kuss in eine unbekannte Welt aufbrechen.

    Alfred de Musset

  20. So wie ein Blatt vom Baume fällt, geht ein Leben aus der Welt, die Vöglein singen weiter.

    Theodor Storm