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Sprüche über Welt

734 Sprüche — Seite 30

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Zwischen äußerer Wirklichkeit und innerem Blick entsteht jene Spannung, aus der viele tiefe Gedanken hervorgehen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass die Welt nie nur das ist, was vor Augen liegt, sondern immer auch das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt oder erhofft.

  1. Leihst du einem Freunde Geld, musst du dich sogleich entschließen - leider ist's der Lauf der Welt - eins von beiden einzubüßen.

  2. Auf seinem hohen Throne sitzend, spricht Salomo, der Weise: mit unsrer Welt geht's nimmer vorwärts; sie dreht sich nur im Kreise!

  3. Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.

  4. Die Welt hat sich umgekehrt, drum habe ich arme Esel pfeifen gelehrt.

  5. Die Welt schaltet, Gott waltet.

  6. Gott grüßt alle Welt, aber wenige danken ihm.

  7. Was alle Welt verdrießt, verdrießt auch Gott.

  8. Liebe erfüllt die Welt und mehrt den Himmel.

  9. Auf Lieb und Gewinn steht aller Welt Sinn.

  10. Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.

    Joseph Victor von Scheffel

  11. Welcher Raum in der Welt ist nicht schon voll von unserem Mühen?

    Vergil

  12. Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein.

    Oswald Spengler

  13. Überhaupt ist in der Welt nichts so schwierig wie das Heiraten.

    Friedrich Schleiermacher

  14. Tiefe Seelen brauchen keinen Weltraum, Welteroberer brauchen keine Seelentiefe.

    Oswald Spengler

  15. Die Welt ist wahrhaft zu ernsthaft, um damit zu spaßen.

    Achim von Arnim

  16. Wer nicht die Welt in seinen Freunden sieht, verdient nicht, dass die Welt von ihm erfahre.

    Johann Wolfgang von Goethe

  17. Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  18. Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.

    Albert Camus

  19. Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.

    Berthold Auerbach

  20. Köpfe, die nur den Nutzen und das Brauchbare bedenken, vernutzen und verbrauchen die Welt.

    Friedrich Georg Jünger