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Sprüche über Welt

734 Sprüche — Seite 19

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Zwischen äußerer Wirklichkeit und innerem Blick entsteht jene Spannung, aus der viele tiefe Gedanken hervorgehen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass die Welt nie nur das ist, was vor Augen liegt, sondern immer auch das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt oder erhofft.

  1. Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du reicher in Dich selbst zurück; denn wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  2. Kunst heißt, nicht wissen, dass die Welt schon ist, und eine zu machen

    Rainer Maria Rilke

  3. Die ganze Welt, Herr Jesus Christ, zur Osterzeit jetzt fröhlich ist. Jetzt grünet, was nur grünen kann, die Bäum zu blühen fangen an. So singen jetzt die Vögel all. Jetzt singt und klingt die Nac …

    Friedrich Spee von Langenfeld

  4. Jeder Mensch ist dazu bestimmt, ein Erfolg zu sein. Und die Welt ist dazu bestimmt, dessen Erfolg zu ermöglichen

  5. Nichts entspannt so wie die Unentrinnbarkeit. Deswegen beruhigt uns die Natur und erregt uns die Welt.

    Théodore Simon Jouffroy

  6. Ein Jahrmarkt ohne Hiebe, ein Jüngling ohne Liebe, ein Ehestand, der wohlbestellt, sind selt'ne Dinge in der Welt.

    Abraham a Sancta Clara

  7. Ohne die jenseitige Welt ist die diesseitige Welt ein trostloses Rätsel.

    August Strindberg

  8. Alles in der Welt, das man in den Schrank stellt und nicht benutzt, das verliert an seiner Brauchbarkeit.

    Otto von Bismarck

  9. Den Mitmenschen Freude machen ist doch das Beste, was man auf der Welt tun kann.

    Peter Rosegger

  10. Bücher sind Brillen, durch welche die Welt betrachtet wird; schwachen Augen freilich nötig, zur Stütze, zur Erhaltung. Aber der freie Blick ins Leben erhält das Auge gesünder.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  11. Wer sich behaglich fühlt zuhaus, der rennt nicht in die Welt hinaus.

    Friedrich Rückert

  12. Wir werden die Welt verstehen, wenn wir uns selbst verstehen, weil wir zwei integrante Hälften sind.

    Novalis

  13. Die schönsten Dinge auf der Welt sind die nutzlosesten; zum Beispiel Pfauen und Lilien.

    John Ruskin

  14. Es muß Herzen geben, welche die Tiefe unseres Wissens kennen und auf uns schwören, selbst wenn die ganze Welt uns verläßt.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  15. Gedanken sind in der geistigen Welt, was Empfindung in der sinnlichen Welt ist.

    Bettina von Arnim

  16. Wenn es auf der Erde nur ein einziges Beispiel des Glücks gibt, so findet es sich im rechtschaffenen Menschen.

    Jean-Jacques Rousseau

  17. Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.

    Johann Gottfried Herder

  18. Gott, inbrünstig möcht ich beten, doch der Erde Bilder treten immer zwischen dich und mich.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  19. Wir mögen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag- und eine Nachtseite behalten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Zum Glück gibts nur zwei Wege; entweder sich so hoch erheben, dass einem die Welt kleinwinzig erscheint, oder sich niederlassen in eine tiefe Furche, wo einem jeder Grashalm als etwas Grosses ersc …

    Johann Nepomuk Nestroy