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Sprüche über Fleiss

622 Sprüche — Seite 28

Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.

Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.

  1. Ich will! - Das Wort ist mächtig, spricht's einer ernst und still; die Sterne reißt's vom Himmel, das eine Wort: Ich will!

    Friedrich Halm

  2. Alle Tag ein Stückerl weiter, alle Tag ein bisserl gescheiter.

  3. Der Jugend Fleiss, des Alters Ehr'

  4. Fleiss bringt Brot - Faulheit Not.

  5. Viel Fleiss und wenig Gewissen macht den Beutel voll.

  6. Dem Fleissigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.

  7. Fleiss hat immer was übrig.

  8. Fleissig, wie der Hund den Flöhen wehrt.

  9. Gott hilft dem Fleiß.

  10. Das Wissen hängt vom Studium ab, durch Taten kommt man zur Vernunft, Wohlstand erreicht man durch Fleiß, der Erfolg jedoch hängt ab vom Schicksal.

  11. Ich ruf euch eure Abkunft ins Gewissen: Ihr seid nicht da, zu leben gleich den Kühen, doch zum Verfolg von Tüchtigkeit und Wissen.

    Dante Alighieri

  12. Jeder ist der Sohn der eigenen Arbeit.

    Samuel Smiles

  13. Reichen die Wurzeln tief, gedeihen die Zweige

  14. Bei jeder Arbeit ist es vor allem wichtig, dass man zuerst einmal einfach irgendwie anfängt. Dann kommt die Sache in Fluß.

    Carl Hilty

  15. Wer sich am wenigsten auf Glück verlässt, behauptet sich am besten.

    Nicolaus Machiavelli

  16. Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten.

    Gottfried Keller

  17. Kann ich nicht Dombaumeister sein, behau, ich als Steinmetz einen Stein. Fehlt mir auch dazu Geschick und Verstand, trage ich Mörtel herbei und Sand

    Rudolf Baumbach

  18. Ob du wenig tust oder viel, drauf kommt's nicht an! Ich seh nur auf das Ziel - die Richtung macht den Mann.

    Eduard von Bauernfeld

  19. Es gibt nur sittliche Unterschiede unter den Menschen, und jemand, der Höheres fühlt, muss Höheres leisten.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  20. Bei der Arbeit recht Beginnen, beim Genießen rechter Schluss!

    Franz Emanuel August Geibel