Sprüche über Fleiss
622 Sprüche — Seite 29
Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.
Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.
Machen Sie es sich zur Aufgabe, höheren Ansprüchen zu genügen, als andere an Sie stellen.
— Henry Ward Beecher
Nichts ist mühsam, was man willig tut.
— Thomas Jefferson
Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.
— Blaise Pascal
Durch mehr tun, als dazu gehört, ward oft schon gut in schlecht umgekehrt.
Willst du einen guten Ruf haben, so triff niemals die Sonne in deinem Bett
Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.
Gute Bücher sind die Quintessenz der tüchtigen Geister, der Inbegriff ihrer Kenntnisse, die Frucht iher langen Nachtwachen.
— Marquis de Vauvenargues
Die Ehrgeizigen und die Wollüstigen haben nur selten Zeit zu denken.
— Voltaire
Ein kluger Mensch lässt sich von Schwierigkeiten nicht entmutigen; er verdoppelt seine Energie und seinen Fleiß, setzt seine Bemühungen standhaft fort und kommt schließlich sicher zum Erfolg.
— Philip Chesterfield
Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen Städte und Paläste und Mauern.
— Karl Julius Weber
Das Zubehör eines Sängers: Ein großer Brustkorb, ein großer Mund, neunzig Prozent Gedächtnis, zehn Prozent Intelligenz, sehr viel schwere Arbeit und ein gewisses Etwas im Herzen.
— Enrico Caruso
Orden werden verdient, erdient oder erdienert.
— Otto von Bismarck
Durch Forschen nur gewinnt man Gelassenheit in allem Tun.
— Sophokles
Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast.
Die Gegenwart, in der der Mensch lebt, wird nicht für ihn genußreich durch ruhigen Besitz des Erworbenen, sondern durch das Streben nach höheren Zielen.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Große Werke werden nicht durch Kraft, sondern durch Ausdauer geschaffen.
— Samuel Johnson
Tüchtigkeit ist nur ein Wert unter vielen - Lebenskunst ist ein anderer.
— John Knittel
Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.
— Demosthenes
Frauenarbeit – klein und behende, hat einen Anfang und kein Ende.
— René Descartes
Des Genius Bruder ist der Fleiß.
— Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein