Sprüche über Fleiss
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Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.
Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.
Alle Kunst wächst aus Entsagung.
— Theresa Keiter
Die kräftigste Gegenwirkung gegen die Entwicklung der Begehrlichkeit und Genußsucht ist die Gewöhnung an tüchtige Tätigkeit.
— Friedrich Paulsen
Was wir selbst geschaffen haben, freut uns mehr als fremde Gaben.
— Heinrich Martin
Wer gleich beim Anfang stolpert, der kehre wieder um, weil's sonst beim Fortgang holpert, und Alles geht dann krumm.
— Heinrich Martin
Kannst du das Beste nicht erreichen, so sollst Du doch dem Guten gleichen.
— Heinrich Martin
Lebendig ist, wer stark und edel strebt. Die andern leben nicht, sie werden gelebt.
— Friedrich Lienhard
Packe den Tag wie ein glühendes Eisen, schmiede und strecke ihn wacker am Herd, lasse dann Leben und Zukunft erweisen, ob er zur Pflugschar ward oder zum Schwert.
— Julius Lohmeyer
Fortschritt, Fortschritt ist das Gesetz der Natur; nach Gott sollte es dein ewiger Leitstern sein
— Booker T. Washington
Fleissig bis in die Nacht, freue ich mich selbst darüber, was für eine Menge Arbeit erledigt werden kann, wenn man dabei bleibt
— Samuel Pepys
Wer erreichen will den Gipfel der Leiter, steige nur immer eine Stufe weiter.
— Georg Keil
Die traurigste Erscheinung der Zivilisation und meiner Ansicht nach das größte Eingeständnis ihres Scheiterns sind Menschen, die arbeiten können, die arbeiten wollen und denen man nicht erlaubt zu arb …
— Robert Louis Stevenson
Erfindungsgeist, Tatkraft, Fleiß und Geduld gestalten das Los des Einsamen erträglich.
— Daniel Defoe
Nicht mehr tun ist die beste Abbitte.
In wichtigen Dingen soll man nicht abenteuern.
Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.
Wie man den Acker bestellt, so trägt er.
Was der Acker nicht trägt, muss der Buckel tragen.
Was einer angefangen oder zugeschnitten, soll ein anderer nicht ausmachen.
Wer nichts an die Angel steckt, der fängt nichts.
Wenn du die Angel ziehst zu früh, so fängst du nie.