548 Sprüche — Seite 11
Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.
Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.
Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.
— Thomas Babington Macaulay
Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.
— Thomas Fuller
Nichts ist so unnütz wie ein allgemeiner Grundsatz.
— Thomas Babington Macaulay
Die Liebe ist Sehnsucht, und gestillte Sehnsucht vergeht.
— Hans Christian Andersen
Die öffentliche Meinung existiert nur, wo keine Ideen sind
— Oscar Wilde
Wer die Augen offen hält, dem wird im Leben manches glücken. Doch noch besser geht es dem, der versteht, eins zuzudrücken.
— Johann Wolfgang von Goethe
Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.
— Friedrich Nietzsche
Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt ist, gerade oder buklig, arm oder reich sei - er ist glücklich!
— Arthur Schopenhauer
Je mehr die Menschen an Sterne glauben, desto weniger glauben sie an das, was über den Sternen ist.
— Albert Schweitzer
Alt wollen sie werden, gesund wollen sie bleiben, aber etwas tun dafür wollen sie nicht.
— Sebastian Kneipp
Verschließe nicht deine Augen vor dem Leiden und lasse dein Bewusstsein nicht für seine Existenz abstumpfen
— Buddha
Man muss sich sehr hüten, sich über einen Fehler geringschätzig hinwegzusetzen. Denn kein Feind siegt häufiger als der, den man verächtlich behandelt.
— Erasmus von Rotterdam
Krieg ist das Ergebnis von Politik, und deswegen mische ich mich da nicht ein, das ist alles.
— Mutter Theresa
Wer aber nun sein Leben vollkommen haben möchte, muss sich vor wirklicher Liebe und vor wirklichem Hass hüten. Mehr als ein allgemeines Wohlwollen darf er sich nicht erhoffen.
— David Herbert Lawrence
Die Menschen gehen in die Ferne, um die Berggipfel zu betrachten, doch an sich selbst gehen sie vorbei
— Augustinus
Jedem sinnlichen Enthusiasmus folgt eine Ausnüchterung, jeder forcierten Zärtlichkeit und Freundschaft: Enttäuschung, Langeweile, Mißverständnisse und Überdruß.
— Bogumil Goltz
Wie viel geschieht nicht, was geschehen könnte!
— Christian Morgenstern
Wer den Menschen nicht dankt, gibt damit auch seine Undankbarkeit gegen Gott zu erkennen
— Johannes Calvin
Eigentlich ist es nur des Menschen, gerecht zu sein und Gerechtigkeit zu üben; denn die Götter lassen alle gewähren: Ihre Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit
— George Bernard Shaw