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Sprüche über Gleichgültigkeit

548 Sprüche — Seite 9

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Menschen, die nicht auf ihre Vorfahren zurückblicken, werden auch nicht an ihre Nachwelt denken.

    Edmund Burke

  2. Lieben uns die Frauen, so verzeihen sie uns alles, selbst unsere Vergehen. Lieben sie uns nicht, so verzeihen sie uns nichts, selbst unsere Tugenden nicht.

    Honoré de Balzac

  3. Einen interessenlosen Gegenstand gibt es nicht auf dieser Welt, wohl aber Menschen, die sich für nichts interessieren.

    Gilbert Keith Chesterton

  4. Unaufmersamkeit lässt das Schiff stranden.

  5. Reiss deine Gedanken von deinen Problemen fort, an den Ohren, an den Fersen oder wie immer. Das ist das beste, was der Mensch für seine Gesundheit tun kann.

    Mark Twain

  6. Die Lektüre der "großen Werke" oder der angeblich großen Werke führt zu dem Glauben, man könne weiterkommen als sie. Die Lektüre der anderen, man könne ohne sie auskommen.

    Henry de Montherlant

  7. Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

    Wilhelm Raabe

  8. Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  9. Die Kunst des Lesens ist die Fähigkeit, Seiten zu überblättern, auf denen man nichts versäumt.

    William Butler Yeats

  10. Manchmal ist es im Leben so, dass man erst etwas wird, wenn man nichts mehr werden will.

    Willy Brandt

  11. Sein Herz an Menschen zu hängen, denen man nichts bedeutet, ist Selbstverletzung.

    Else Pannek

  12. Man muss aufhören können zu fragen. Im Täglichen wie im Ewigen.

    Christian Morgenstern

  13. Nachsichtige Verachtung mit seelischer Heiterkeit zu verbinden, ist die beste Philosophie für den Lauf der Welt.

    Nicolas Chamfort

  14. Wie viele Lichter verdanken bloß Ihrem Leuchter, dass man sie sieht.

    Christian Friedrich Hebbel

  15. Die Mehrzahl der großen Männer hat den größten Teil ihres Lebens mit anderen Menschen zugebracht, welche sie nicht begriffen, nicht liebten und sie nur mäßig schätzten.

    Marquis de Vauvenargues

  16. Setzt dem stolzen Manne Gleichgültigkeit entgegen, und ihr nehmt seiner Macht den Stachel!

    Friedrich Maximilian von Klinger

  17. Wenn ein Unrecht nur lange genug hingenommen wird, hält man es schließlich für Rechtens.

    Thomas Paine

  18. Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt - der hat wohl Nerven, aber - Herz hat er n …

    Bertha Freifrau von Suttner

  19. Wahrheit und wahrhaftiger Frieden bleiben auf der Strecke, niemand nimmt diese Werte mehr ernst.

    Dalai Lama

  20. Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

    Thomas Fuller