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Sprüche über Gleichgültigkeit

548 Sprüche — Seite 4

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Infolge langer Erfahrung hat man aufgehört, viel von den Menschen zu erwarten.

    Arthur Schopenhauer

  2. Wer als Junge ein Vogelnest zerstört, der brennt im Alter Dörfer nieder.

  3. Die Welt ist viel zu gefährlich um darin zu leben - nicht wegen der Menschen, die Böses tun, sondern wegen der Menschen, die daneben stehen und sie gewähren lassen.

    Albert Einstein

  4. Eine Frau, die nicht eifersüchtig wird, ist wie ein Ball, der nicht springt.

  5. Mancher denkt gar nichts. Das erspart es ihm, falsch zu denken

    Antoine de Saint-Exupéry

  6. Es ist gut, die Sorgen so zu behandeln, als ob sie nicht da wären: das einzige Mittel, ihnen ihre Wichtigkeit zu nehmen.

    Rainer Maria Rilke

  7. Eine große Stadt bedeutet große Einsamkeit.

    Erasmus von Rotterdam

  8. Freundschaften zerbrechen nicht, Freundschaften welken.

  9. Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen wird oder fünf Meinungen gestattet sind- wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze H …

    Friedrich Nietzsche

  10. Wer auf sein Glück ein Leben lang wartet, der wartet oft vergebens. Man kann zu seinem Glück durchaus selbst die Wege ebnen.

  11. Was wahr ist, ist weder gut noch böse, sondern einfach nur wahr.

    Rabindranath Tagore

  12. Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann über die kostbaren Fussböden der Reichen nur lächeln.

    Seneca

  13. Je verbreiteter die Geselligkeit, desto frostiger die Herzen.

    Karl Julius Weber

  14. Das Leben ist schwer. Ein Grund mehr, es auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Emil Gött

  15. Was wäre das Leben ohne Tod? Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen, man hätte vielleicht nicht mal einen Namen dafür

    Jakob Bosshart

  16. Ein Mensch, der für nichts zu Sterben gewillt ist, verdient es nicht zu leben

    Martin Luther King

  17. Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.

    Johann Peter Eckermann

  18. Anerkennung braucht jedermann. Alle Eigenschaften können durch eine tote Gleichgültigkeit der Umgebung zugrunde gerichtet werden.

    Carl Leberecht Immermann

  19. Gücklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder lässt ihn gleichgültig.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Darum beneide ich die Tiere - sie wissen nicht, was über sie geredet wird.

    Voltaire