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Sprüche über Gleichgültigkeit

548 Sprüche — Seite 2

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Liebe ist nie verloren. Wird sie nicht erwidert, so fließt sie zurück und tröstet und reinigt das Herz.

    Washington Irving

  2. Unsere Generation wird eines Tages nicht nur die ätzenden Worte und schlimmen Taten der schlechten Menschen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der guten

    Martin Luther King

  3. Der Mächtigere in einer Verbindung ist immer der, der weniger liebt.

    Eleonora Duse

  4. Das Leben mag vielleicht keinen Sinn haben, was aber noch lange nicht heisst, dass es sinnlos ist.

  5. Es ist gleich, ob du Geld hast oder nicht; wenn du kein Geld hast, hast du unrecht.

  6. Die meisten Menschen haben keine Meinung; sie muss durch Druck von außen in sie hineingepresst werden.

    José Ortega y Gasset

  7. Was nutzt dem Stamme ein Mann, der des Abends nicht mehr weiß, was er am Morgen versprochen hat.

  8. Ich verzichte auf alle Weisheit, die nicht weinen, auf alle Philosophie, die nicht lachen, auf alle Größe, die sich nicht beugen kann - im Angesicht von Kindern.

    Khalil Gibran

  9. Der Tod geht mich eigentlich nichts an, denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und so lange ich bin, ist er nicht.

    Epikur

  10. Wer sich nicht mehr wundern kann, ist seelisch bereits tot.

    Albert Einstein

  11. Forsche jetzt nicht nach den Antworten, die dir nicht gegeben werden können, weil du sie nicht leben kannst. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Lebe jetzt die Fragen, vielleicht lebst du …

    Rainer Maria Rilke

  12. Reichtum macht das Herz schneller hart als kochendes Wasser ein Ei.

    Ludwig Börne

  13. Gewissen Menschen gegenüber kann man seine Intelligenz nur auf eine Art beweisen, nämlich, indem man nicht mehr mit ihnen redet.

    Arthur Schopenhauer

  14. Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen

    Albert Einstein

  15. Du kannst keinen Ozean überqueren, indem du einfach nur aufs Wasser starrst.

    Rabindranath Tagore

  16. Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben

    Johann Wolfgang von Goethe

  17. Bloßes Ignorieren ist noch keine Toleranz.

    Theodor Fontane

  18. Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits unseres Einflussvermögens liegen.

    Epiktet

  19. Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.

    Galileo Galilei

  20. Der Behandler hat nur eine Aufgabe: zu heilen. Und wenn es ihm gelingt, ist es gleichgültig, auf welchem Wege es ihm gelingt.