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Sprüche über Gleichgültigkeit

548 Sprüche — Seite 8

Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.

Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.

  1. Ich ärgere mich nicht! Ärger ist ungesund und unwissenschaftlich.

    Georg Büchner

  2. Machen wir keine Angelegenheit aus dem, was keine ist.

    Baltasar Gracián y Morales

  3. Die Anhänger der Entwicklung haben oft eine zu geringe Meinung von Bestehendem.

    Bertolt Brecht

  4. Es gibt keinen zuverlässigeren Beweis für Geistesgröße als wenn man sich durch nichts, was einem begegnen kann, in Aufruhr bringen lässt.

    Seneca

  5. Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allem anderen gehe man vorüber.

    Kurt Tucholsky

  6. Es ist leicht, den Hass, schwer die Liebe, am schwersten die Gleichgültigkeit zu verbergen

    Ludwig Börne

  7. Es ist leicht, den Hass, schwer, die Liebe, am schwersten Gleichgültigkeit zu verbergen

    Ludwig Börne

  8. Während man dem Geist immer mehr Nahrung gibt und die Köpfe erhellt, lässt man nicht selten das Herz erkalten.

    Gottfried Keller

  9. Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst

    Christian Morgenstern

  10. Man soll nie zuschauen, man soll Zeuge sein und mittun und Verantwortung tragen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  11. Sein Herz an Menschen zu hängen, denen man nichts bedeutet, ist Selbstverletzung.

    Else Pannek

  12. Was sich nicht verkaufen lässt, will ich nicht erfinden.

    Thomas Alva Edison

  13. Hat aber ein offenes Wort seine Wirkung, so ist es gleichgültig, wie es gesprochen wurde.

    Alfred de Musset

  14. Wer sich nicht zu freuen vermag, den schlagt tot! – Der ist des Lebens nicht wert, für den es keinen Reiz hat.

    Richard Wagner

  15. Die Lektüre der "großen Werke" oder der angeblich großen Werke führt zu dem Glauben, man könne weiterkommen als sie. Die Lektüre der anderen, man könne ohne sie auskommen.

    Henry de Montherlant

  16. Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

    Wilhelm Raabe

  17. Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  18. Die Kunst des Lesens ist die Fähigkeit, Seiten zu überblättern, auf denen man nichts versäumt.

    William Butler Yeats

  19. Nachsichtige Verachtung mit seelischer Heiterkeit zu verbinden, ist die beste Philosophie für den Lauf der Welt.

    Nicolas Chamfort

  20. Wie viele Lichter verdanken bloß Ihrem Leuchter, dass man sie sieht.

    Christian Friedrich Hebbel