Sprüche über Gleichgültigkeit
548 Sprüche — Seite 22
Nicht offener Hass, sondern oft schon Gleichgültigkeit entzieht dem Miteinander seine Wärme und Verbindlichkeit. Wo nichts mehr berührt, schwindet der Impuls zu verstehen, zu helfen oder Stellung zu beziehen. Darum ist dieses Thema so ernst, weil es weniger durch Lärm als durch innere Abwesenheit wirkt.
Ihre Kälte zeigt sich besonders darin, dass sie Unrecht geschehen lässt, ohne sich selbst schuldig zu fühlen. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten jene lähmende Haltung, in der Verantwortung abgestreift wird, und erinnern daran, dass menschliche Würde Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht.
Eine Idee, die nicht verwirklicht wird, ist nur eine Idee.
— Else Pannek
Gleichgültigkeit wirkt wie Raureif auf Knospen — Lieblosigkeit wie Frost.
— Else Pannek
Gleichgültigkeit nimmt die Farbe aus dem Leben.
— Else Pannek
Ein Reicher ohne Freigebigkeit ist ein Baum, der weder Früchte noch Schatten gibt.
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Der Mann, der überhaupt nicht liest, ist gebildeter als der Mann, der nichts anderes als Zeitung liest
— Thomas Jefferson
Dem Morgenrot einer neuen Idee geht es wie dem Morgenrot überhaupt: Die meisten Menschen findet es schlafend.
— Peter Sirius
Ich lehne es ab, anzuerkennen, dass es Unmöglichkeiten gibt.
— Henry Ford
Manchen Wohltäter verwirrt das Leid der anderen derartig, dass er nicht weiß, wo er seine Tasche hat.
— Georg Christoph Lichtenberg
Der Mensch, welcher sich selbst nichts mehr wünscht und sich selbst nicht mehr liebt, taugt auch für andere nichts.
— Giacomo Leopardi
Die Trägen, die zu Hause liegen, erquicket nicht das Morgenrot; Sie wissen nur von Kinderwiegen, von Sorgen, Last und Not um Brot.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Wenn Sie nicht über die Zukunft nachdenken, können Sie keine haben.
— John Galsworthy
Ein schwanzloser Hund kann seine Freude nicht äußern.
Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen, nicht in den Zeiten der Meeresstille mit dem Sturm zu rechnen.
— Nicolaus Machiavelli
Freunde sind Leute, die meine Bücher entleihen und nasse Gläser darauf stellen
— Edwin Arlington Robinson
Das Kalb braucht nicht die Botanik zu studieren, um zu lernen, sein Futter zu finden, und der Wolf verzehrt seine Beute, ohne an ihre Unverdaulichkeit zu denken.
— Jean-Jacques Rousseau
Mein ganzes Leben über kannte ich keinen Menschen, der eines andern Unglück nicht mit wahrhaft christlicher Fassung ertragen hätte.
— Alexander Pope
Und nur Abwechslung gibt dem Leben Reiz und lässt uns seine Unerträglichkeit vergessen.
— Christian Dietrich Grabbe
Vergiß nicht, Glück hängt nicht davon ab, wer du bist, oder was du hast, es hängt nur davon ab, was du denkst.
— Andrew Carnegie
Wir finden weiter nichts dabei, Geschichten zweimal zu erzählen, aber zweimal anhören möchten wir sie nicht.
— William Hazlitt
Eine gute Gelegenheit ist schwer erlangt und leicht versäumt.