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Sprüche über Lernen

729 Sprüche — Seite 27

Kein Mensch bleibt derselbe, wenn er wirklich lernt. Lernen verändert nicht nur das, was jemand weiß, sondern auch die Art, wie er fragt, beobachtet und sich selbst in Beziehung zur Welt setzt. Deshalb ist dieses Thema weit mehr als Schulstoff oder Methode, nämlich eine Grundbewegung des Lebens.

Darum erscheint es in Sprüchen oft als Zeichen von Reife und innerer Beweglichkeit. Die Gedanken zu diesem Thema zeigen, dass Lernen Demut voraussetzt und zugleich Freiheit eröffnet, weil jeder neue Begriff, jede Einsicht und jede Erfahrung den Horizont still, aber dauerhaft erweitert.

  1. Was ist ein Akademiker anderes als ein eingelerntes und angeeignetes Glied einer grossen Vereinigung ?

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Wenn man die Menschen lehrt, wie sie denken sollen, und nicht, was sie denken sollen, so wird auch dem Mißverständnis vorgebeugt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  3. Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland, wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  4. Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.

    Ernst Benjamin Salomo Raupach

  5. Die Naturgesetze lehren uns, was möglich ist, aber nicht, was richtig ist

  6. Wer da sieht einen geschickten Knaben, der helfe, dass er studiere

    Martin Luther

  7. Drum soll ein Kind die weisen Lehren der alten Leute hochverehren! die haben alles hinter sich und sind, gottlob! recht tugendlich!

    Wilhelm Busch

  8. Gebrannte Kinder fürchten das Feuer oder vernarren sich darein.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  9. Wer soll Meister sein? Wer was ersann! Wer soll Geselle sein? Wer was kann! Wer soll Lehrling sein? Jedermann!

    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Lerne zu werden, der Du bist!

    Pindar

  11. Studieren ist ein harter Job, für schwere Arbeit kein Mensch gibt Lob. Zu bewältigen Studienstoff, anfallend in Bergen, man braucht Ausdauer und starke Nerven.

  12. Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.

    Arthur Schopenhauer

  13. Möge Gott mir die Weisheit schenken, derer ich bedarf, und mir meinen Herzenswunsch erfüllen, nämlich das Studium so schnell wie möglich hinter mich zu bringen ...

    Vincent van Gogh

  14. Am Ende des längsten Lebens sind wir immer noch Anfänger.

    John Henry Newman

  15. Wer nichts weiß, muss alles glauben

    Marie von Ebner-Eschenbach

  16. Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!

    Wilhelm Busch

  17. Alt wird man wohl, wer aber klug?

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Die Talente sind oft gar nicht so ungleich, im Fleiß und im Charakter liegen die Unterschiede.

    Theodor Fontane

  19. Ach, dass der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird!

    Wilhelm Busch

  20. Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären lässt

    Marie von Ebner-Eschenbach