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Sprüche über Menschen

806 Sprüche — Seite 11

Kein Thema ist zugleich so alltäglich und so unergründlich wie das der Menschen. In Begegnungen, Konflikten, Bindungen und Missverständnissen zeigt sich, wie sehr das Leben von Nähe, Abhängigkeit und Verschiedenheit geprägt ist. Wer über Menschen nachdenkt, blickt immer auch auf sich selbst zurück.

Im Miteinander treten nicht nur Charakter und Absicht hervor, sondern auch Verletzbarkeit, Sehnsucht und Widerspruch. Die Sprüche zu diesem Thema bündeln Beobachtungen über das menschliche Zusammenleben und verleihen jener Mischung aus Wärme, Irritation und Erkenntnis eine präzise und oft überraschende Sprache.

  1. Das schönste Geschenk, das dem Menschen verliehen wurde, ist die Freundschaft.

    Marcus Tullius Cicero

  2. Das Leben wär nur halb so nett, wenn keiner einen Vogel hätt.

  3. Jeder will unbedingt etwas Großes leisten, obwohl das Leben hauptsächlich aus Kleinkram besteht.

  4. Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten, und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Zwei Kluge gehen nicht den gleichen Weg.

  6. Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie "ich" sagen.

    Theodor W. Adorno

  7. Der Mensch ist derart in den Menschen verliebt, dass er, wenn er der Stadt entflieht, doch wieder die Menge sucht, d. h., er will die Stadt auch auf dem Lande wiederherstellen.

    Charles Baudelaire

  8. Von allem, was ich Schönes weiß, behält die Freundschaft doch den Preis; und wer auf dieses Gut sich nichts zugute tut, verdient kein ehrlich Blut. Wär uns die Freundschaft nicht verliehn: so würde …

    Christian Fürchtegott Gellert

  9. Libenswärte Vehler sind angenehmer als unausstehliche Tugenden

  10. Einfluß auf Menschen ist mehr wert als Reichtum.

    Marquis de Vauvenargues

  11. Der Pfeil des Mundes tötet viel Wild.

  12. Nur der Geduldige wird Sieger.

  13. Fehlplanung ist etwas, was viele Menschen mit Schicksal verwechseln

    Jean-Baptiste Molière

  14. Wenn du regieren willst, darfst du die Menschen nicht vor dir herjagen. Du musst sie dazu bringen, dir zu folgen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  15. Mit einem Menschen, welcher den gekreuzigten Gottmenschen verehrt, ist immer noch mehr anzufangen als mit einem, der weder an die Menschen noch an die Götter glaubt.

    Gottfried Keller

  16. Die Menschen kann man entbehren, aber mancher braucht einen Freund.

  17. Beim Menschen ist kein Ding unmöglich, im Schlimmen wie im Guten

    Christian Morgenstern

  18. Das Gedächtnis mancher Menschen ist wie ein Sieb, weil ihre Gedanken nicht groß genug sind, um darin haften zu bleiben.

    John Knittel

  19. Früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selber ist.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  20. Unter Menschen schafft der Dank die tiefste Gemeinschaft, welches zuletzt stärker ist als alles, was sich zwischen sie schieben kann.

    Albert Schweitzer