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Sprüche über Menschen

806 Sprüche — Seite 22

Kein Thema ist zugleich so alltäglich und so unergründlich wie das der Menschen. In Begegnungen, Konflikten, Bindungen und Missverständnissen zeigt sich, wie sehr das Leben von Nähe, Abhängigkeit und Verschiedenheit geprägt ist. Wer über Menschen nachdenkt, blickt immer auch auf sich selbst zurück.

Im Miteinander treten nicht nur Charakter und Absicht hervor, sondern auch Verletzbarkeit, Sehnsucht und Widerspruch. Die Sprüche zu diesem Thema bündeln Beobachtungen über das menschliche Zusammenleben und verleihen jener Mischung aus Wärme, Irritation und Erkenntnis eine präzise und oft überraschende Sprache.

  1. Von allen Werken der Literatur Schönheit oder ein moralisches Ziel zu verlangen, wäre dasselbe, wie von jedem Staatsbürger makellosen Lebenswandel und Bildung zu verlangen.

    Alexander Puschkin

  2. Danken heißt, sich vor Gott hinsetzen und sich freuen

  3. Die Menge ist groß, aber der Menschen sind wenige.

    Diogenes von Apollonia

  4. Der gute Jäger wartet, bis der Wolf zu ihm kommt

  5. Die gelehrtesten Menschen sind oft die engstirngsten.

    William Hazlitt

  6. Unmenschen gibt es, aber keine Untiere

    Karl Julius Weber

  7. Träume verhauchen - und nackte, geschundene Menschen erwachen

    Emil Gött

  8. Die meisten Menschen verpassen Gelegenheiten, weil die im Overall daherkommen und nach Arbeit aussehen.

    Thomas Alva Edison

  9. Das Beste im Menschen sind seine jungen Gefühle und seine alten Gedanken.

    Joseph Joubert

  10. Das vollkommene Glück ist unbekannt; für den Menschen ist es nicht geschaffen.

    Voltaire

  11. In jedem Menschen steckt ein Wespennest

  12. Menschen, die der Versuchung widerstehen, verschieben nur ihre Kapitulation auf morgen.

    Charles de Talleyrand

  13. Wer den Menschen verachtet, ist kein großer Mensch.

    Marquis de Vauvenargues

  14. Geld: der beste Köder um nach Menschen zu fischen.

    Thomas Fuller

  15. Die Welt ist so voller Schwachköpfe und Narren, dass man nicht nötig hat, sie im Tollhause zu suchen.

    Johann Peter Eckermann

  16. Wehe der Liebe, die an den Blicken der Menschen stirbt.

    Frank Wedekind

  17. Was der Mensch sei, sagt ihm die Geschichte.

    Wilhelm Dilthey

  18. Kunst ist das Mirkoskop, das der Künstler auf die Geheimnisse seiner Seele einstellt, um diese allen Menschen gemeinsamen Geheimnisse allen zu zeigen

    Leo Tolstoi

  19. Das Huhn der Armen brütet wie das Huhn der Reichen

  20. Wer sieben gute Bücher hat, braucht keine Menschen mehr.

    Karl Friedr. Hieronymus Freiherr v. Münchhausen