Sprüche über Veränderung
529 Sprüche — Seite 3
Nichts Lebendiges bleibt auf Dauer unverändert, und doch wird Veränderung oft zugleich ersehnt und gefürchtet. Sie löst Vertrautes auf, eröffnet Neues und zwingt dazu, sich zu fragen, was bewahrt und was überwunden werden sollte. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewegendsten Erfahrungen menschlichen Daseins.
Ihre eigentliche Kraft entfaltet sich dort, wo Wandel nicht bloß geschieht, sondern bewusst gestaltet wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Entwicklung und Verlust, Mut und Unsicherheit miteinander verbunden sind und warum jeder Neubeginn auch den Abschied von etwas Altem verlangt.
Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
— Gustav Walter Heinemann
Der Mensch muss die Kraft haben und von Zeit zu Zeit anwenden, eine Vergangenheit zu zerbrechen und aufzulösen, um leben zu können.
— Friedrich Nietzsche
Möchtest du dich selbst ändern, unterschätze die Kraft deines eigenen Willens nicht.
Man muß die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann
— Mark Twain
Geduld ist ein Baum, dessen Wurzel bitter, dessen Frucht aber sehr süss ist.
Gegen den Strom der Zeit kann zwar der einzelne nicht schwimmen, aber wer Kraft hat, hält sich und läßt sich von demselben nicht mit fortreißen.
— Johann Gottfried Seume
Eine von Pfeilen verursachte Wunde vernarbt; ein von der Axt niedergehauener Wald schießt wieder empor; ein böses Wort, das die Zunge ausspricht, ist abscheulich; eine durch verletzende Worte gesc …
Keine Frau kann aus einem Narren einen Weisen machen, aber jede Frau kann aus einem Weisen einen Narren machen.
Geburt und Tod sind nicht zweierlei Zustände, sie sind zwei Aspekte desselben Zustands.
— Mahatma Gandhi
Viel ist schon gewonnen, wenn nur einer aufsteht und Nein sagt.
— Bertolt Brecht
In der Jugend meinen wir, das Geringste, das die Menschen uns gewähren können, sei Gerechtigkeit. Im Alter erfahren wir, dass es das Höchste ist.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Es genügt, einem Menschen eine Uniform anzuziehen, ihn von seiner Familie zu trennen und die Trommel zu rühren, um ein wildes Tier aus ihm zu machen
— Leo Tolstoi
Der Tod versetzt uns wieder in den Zustand der Ruhe, in dem wir uns befanden, ehe wir geboren wurden. Bedauert jemand die Gestorbenen, so muß er auch die Ungeborenen bedauern.
— Seneca
Irrtümer müssen nicht automatisch zu Katastrophen werden, man muss sie nur rechtzeitig erkennen.
Hab' Geduld, alle Dinge sind schwierig, bevor sie leicht werden.
Ein Diplomat ist ein Mann, der die Paukenschläge der Politiker in Harfenklänge verwandeln soll
— Eugene O'Neill
Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen
— Dalai Lama
Ein neuer Tag ist eine tolle Gelegenheit, alte Pfade zu verlassen und neue Abenteuer zu beginnen.
Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung.
— Oscar Wilde
Auch Buddha war zuerst nur ein gewöhnlicher Mensch