1551 Sprüche — Seite 35
Margarethenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen. (20. Juli)
Klar muss Apollmaris sein, dann bringt man gute Ernte heim.
Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken. (25. Juli)
Ist Jakobus am Ort, ziehen die Störche fort. (25. Juli)
Auf Anna klar und rein, wird das Korn bald geborgen sein. (26. Juli)
Anna klar und trocken, machen den Bauern frohlocken. (26. Juli)
Ziehen Celsus schon die Schwalben fort, wird's bald kälter an dem Ort. (28. Juli)
Juli kühl und naß - leere Scheunen, leeres Faß.
Hundstag hell und klar, deuten auf ein gutes Jahr.
Juli heiß - lohnt Müh' und Schweiß.
Juniregen und Brauttränen dauern so lang wie's Gähnen.
Ist der Juni feucht und nass, gibt's viel Frucht und grünes Gras.
Wie's Wetter um Medardi fällt, es bis zum Monatsende hält.
Vor Johanni bitt' um Regen, danach kommt er ungelegen. (24. Juni)
Der Kuckuck kündet gar teure Zeit, wenn er nach Johanni schreit. (24. Juni)
St. Johannis Regengüsse, verderben uns die besten Nüsse. (24. Juni)
Wie das Wetter an Johanni war, so bleibt's wohl 40 Tage gar! (24. Juni)
Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass. (27. Juni)
Um Peter und Paul wird dem Korn schon mal die Wurzel faul. (29. Juni)
Auf Peter und Paul klar, bringt ein gutes Jahr. (29. Juni)
Wenn kalt und nass der Juni war verdirbt er meist das ganze Jahr.
Soll Feld und Garten wohl gedeih'n, dann braucht's im Juni Sonnenschein.
Wenn's im Juni viel regnet, ist der Graswuchs gesegnet.
Justin klar, gutes Jahr. (01. Juni)
Wie's Wetter auf Medardi fällt, meist bis Monatsende hält. (08. Juni)
Medardus ist ein nasser, hält so schlecht das Wasser. (08. Juni)
Margarete - die Regenfrau. (10. Juni)
St. Barnabas schneidet das Gras. (11. Juni)
Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was verdorben ist. (11. Juni)
Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen. (11. Juni)
Ist's am Fortunatstag klar, so verheißt's ein gutes Jahr. (12. Juni)
Heiliger Veit, regne nicht, dass es uns nicht an Gerst' gebricht. (15. Juni)
Nach St. Vitus ändert sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'. (15. Juni)
Vor Nachtfrost sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist. (15. Mai)
Trockener Mai bringt Dürre herbei.
Wenn der Holunder blüht, sind die Bienen müd'.
Im Mai viel Wind, begehrt des Bauern Gesind'.
Ist es klar an Petronell, misst den Flachs ihr mit der Ell'. (31. Mai)
Will der Mai ein Gärtner sein, trägt er nicht in Scheunen ein.
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras. (07. März)