Sprüche über Essen
389 Sprüche — Seite 2
Was den Körper erhält und Gemeinschaft stiftet, ist weit mehr als bloße Notwendigkeit. Essen verbindet Bedürfnis mit Genuss, Alltag mit Ritual und verrät oft viel über Kultur, Maß und Lebensart. Deshalb besitzt dieses Thema eine überraschende Tiefe, die weit über Küche und Hunger hinausreicht.
Am Tisch zeigen sich Nähe, Dankbarkeit und manchmal auch die Grenzen des Überflusses. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Essen als Quelle von Freude, Sinnlichkeit und Erkenntnis darüber, dass das Einfachste oft den unmittelbarsten Wert besitzt.
Wer einen Apfel in der Hand hat, der isst ihn bis zu den Kernen auf. Wer einen Korb voller Äpfel hat, beißt die Früchte an und wirft sie dann weg.
Man muß schon sehr lange mit geöffnetem Mund auf einem Stuhl sitzen, bis einem gebratene Enten hineinfliegen.
Wenn die Gäste das Haus verlassen haben, bleiben zurück: leere Teller, Brotsamen und Kritik.
— Martin Kessel
Gib einem Menschen einen Fisch - er hat einen Tag zu essen. Gib einem Menschen viele Fische - er hat viele Tage zu essen. Lehre ihn fischen - und er wird nie hungern.
Im schönsten Apfel ist der Wurm
Alle Speise köstlich schmeckt, wenn den Tisch die Liebe deckt.
— Felix Dahn
Ich habe herausgefunden, dass Alkohol, wenn er in ausreichender Menge eingenommmen wird, alle Effekte der Trunkenheit hervorruft
— Oscar Wilde
Ehe - eine gerechte Einrichtung. Die Frau muss jeden Tag das Essen kochen, der Mann muss es jeden Tag essen!
Nötiger als Brot hat der Mensch, in der Gesellschaft erwünscht zu sein.
— Mutter Theresa
Man soll ihm den Brotkorb höher hängen.
Man muss den Brei nicht weiter treten, als er von selbst fließt.
Wenn ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich mir davon Bücher. Wenn dann noch etwas übrig ist, kaufe ich mir Essen und Kleidung.
— Erasmus von Rotterdam
Wer den Baum gepflanzt hat, geniesst selten seine Frucht.
Man muss sich mit Brot behelfen, bis man Fleisch bekommt.
Essen und Beischlaf sind die beiden großen Begierden des Mannes.
— Konfuzius
Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.
— Winston Churchill
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen'.
— Francis Bacon
Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen, wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müßten, das sie verzehren.
— Bertha Freifrau von Suttner
Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen.
— Dalai Lama
Der Weise aber entscheidet sich bei der Wahl der Speisen nicht für die größere Masse, sondern für den Wohlgeschmack.
— Epikur