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Sprüche über Essen

389 Sprüche — Seite 22

Was den Körper erhält und Gemeinschaft stiftet, ist weit mehr als bloße Notwendigkeit. Essen verbindet Bedürfnis mit Genuss, Alltag mit Ritual und verrät oft viel über Kultur, Maß und Lebensart. Deshalb besitzt dieses Thema eine überraschende Tiefe, die weit über Küche und Hunger hinausreicht.

Am Tisch zeigen sich Nähe, Dankbarkeit und manchmal auch die Grenzen des Überflusses. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Essen als Quelle von Freude, Sinnlichkeit und Erkenntnis darüber, dass das Einfachste oft den unmittelbarsten Wert besitzt.

  1. Der Mensch ist nichts anderes, als er isst

    Carl Friedrich von Rumohr

  2. Wer immer nur wartet, bis ein anderer ihn zum Essen ruft, wird oft nichts zu essen bekommen.

  3. Essen ist ein Bedürfnis des Magens, Trinken ein Bedürfnis des Geistes

    Claude Tillier

  4. Nicht bloß von dem gedruckten Küchenzettel, sondern auch von dem geschriebenen lässt sich auf den Geist der Küche schließen

    Eugen von Vaerst

  5. Bringt jemand vor oder gar nach dem Essen ein Lied schlecht zu Gehör, dann beurteile man ihn ebenso falsch, wie er gesungen hat.

    Otto Weiss

  6. Man müsste die Liebe genießen, wie man Fisch isst: Ohne die Gräten zu schlucken.

    Alphonse Karr

  7. An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  8. Wer sich einmal die Zunge an heißer Suppe verbrannte, pustet, selbst wenn er kalte Speisen isst.

  9. Wer immer nur wartet, bis ein anderer ihn zum Essen ruft, wird oft nichts zu essen bekommen.

  10. Das Köstlichste nach den Frauen sind die Melonen.

    Chrétien-Guillaume de Lamoignon de Malesherbes

  11. Mit den Menschen ist es wie mit den Blumen: Sie brauchen nicht nur Wasser, sondern auch Sonne.

    August Julius Langbehn

  12. Genüsse sind eine Musik, bei der die Pausen die Hauptsache sind.

    Carl Ludwig Schleich

  13. Ein Stück Schwarzbrot und ein Krug Wasser stillen den Hunger eines jeden Menschen. Aber unsere Kultur hat die Gastronomie geschaffen.

    Honoré de Balzac

  14. Wohl dem, dem der Himmel ein Stück Brot beschert, wofür er keinem andern als dem Himmel selbst zu danken braucht.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  15. Wenn man Brot und Wasser hat, dann darf man sogar mit Zeus an Glückseligkeit wetteifern.

    Epikur

  16. Nur eines im Leben kommt dem Vergnügen gleich, darum gebeten zu werden, eine After-Dinner-Rede zu halten; und das ist das Vergnügen, nicht darum gebeten zu werden.

    Charles Dudley Warner

  17. Falsche Gewürze tun ebenso weh wie falsche Töne

    Gioacchino Rossini

  18. Der Pechvogel stirbt sogar an einem Grießbrei.

  19. Hier hängt eine Traube. Wer sie nicht erreichen kann, sagt: Sie ist sauer und unreif.

  20. Auf der Melonenranke wächst keine Aubergine