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Sprüche über Reichtum

516 Sprüche — Seite 16

Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.

Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.

  1. Armut und Reichtum lassen sich nicht verbergen.

  2. Geld heißt soviel wie: geprägte Willensfreiheit. Es ist daher für den Menschen, der dieser völlig beraubt ist, von zehnfachem Wert.

    Fjodor M. Dostojewski

  3. Wer nicht den tiefen Sinn des Lebens im Herzen sucht, der sucht vergebens, kein Geist und wär er noch so reich, kommt einem edlen Herzen gleich.

    Friedrich von Bodenstedt

  4. Der Staat sollte vorzüglich nur für die Ärmeren sorgen, die Reichen sorgen leider nur zu sehr für sich selbst.

    Johann Gottfried Seume

  5. Reich sind die, die wahre Freunde haben.

    Thomas Fuller

  6. Es gibt jene, die wenig besitzen und alles geben. Das sind diejenigen, die an das Leben und den Überfluss des Lebens glauben, und ihre Hilfsquellen versiegen nie.

    Khalil Gibran

  7. Je mehr es abwärts geht, je reicher wird das Leben.

    Friedrich Rückert

  8. Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.

    Antoine de Rivarol

  9. Einer hat's, der andere hat's gehabt, der Dritte hätte es gern.

  10. Wo Geld vorangeht, da stehn alle Wege offen.

  11. Ein Jahrmarkt ohne Hiebe, ein Jüngling ohne Liebe, ein Ehestand, der wohlbestellt, sind selt'ne Dinge in der Welt.

    Abraham a Sancta Clara

  12. Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.

    Adolph Kolping

  13. Unvermutet, wie zumeist, kommt die Tante zugereist. Herzlich hat man sie geküßt, weil sie sehr vermöglich ist.

    Wilhelm Busch

  14. Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.

    Jean Anouilh

  15. Zwei werden nicht satt: Wer Wissen und wer Reichtum sucht.

  16. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es keine größere Unzufriedenheit gibt, als die der Reichen.

    John Steinbeck

  17. Ein Bücherschatz ist wie ein geistiger Baum, der Bestand hat und seine köstlichen Früchte spendet von Jahr zu Jahr, von Geschlecht zu Geschlecht.

    Thomas Carlyle

  18. Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können

    Rabindranath Tagore

  19. Es ist nicht alles Gold, was glänzt

  20. Schöner als der vollste Besitz ist die Erwartung des Glücks.

    Franz Emanuel August Geibel