Sprüche über Reichtum
516 Sprüche — Seite 2
Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean an Wille und Verstand
— Blaise Pascal
Wenn jemand schlecht von deinem Freunde spricht, und scheint er noch so ehrlich, glaub ihm nicht. Spricht alle Welt von deinem Freunde schlecht, mißtrau der Welt und gib dem Freunde recht. Nur wer …
— Friedrich von Bodenstedt
Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestücke.
— Wilhelm Raabe
Es ist gleich, ob du Geld hast oder nicht; wenn du kein Geld hast, hast du unrecht.
Den Reichtum eines Menschen misst man an den Dingen, die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren
— Henry David Thoreau
Weise ist der Mensch, der nicht den Dingen nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge freut, die er hat.
— Epiktet
Gegenseitige Hilfe macht auch Arme reich.
Ein weiser Mensch hat das Geld im Kopf, aber nicht im Herzen
— Jonathan Swift
Sei gewiß, dass nichts dein Eigentum sei, was du nicht inwendig in dir hast.
— Matthias Claudius
Es ist seltsam, wie wenig ein Mensch braucht, um glücklich zu sein - und noch seltsamer, dass einem gerade das Wenige fehlt
Reichtum macht das Herz schneller hart als kochendes Wasser ein Ei.
— Ludwig Börne
Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus künstliche Armut.
— Sokrates
Geld erklärt den Text und die Glosse.
Was soll Geld, das nicht wandert durch die Welt?
Besser ein Mann ohne Geld als Geld ohne Mann.
Geld will einen guten Vormund haben.
Was der Vater erspart, vertut der Sohn.
Dem wachsenden Geld folgt die Sorge.
— Horaz
Viele Menschen verachten den Reichtum, aber wenige sind stark genug, darauf zu verzichten
— François de la Rochefoucauld
Armut und Reichtum wohnen nicht im Hause, sondern im Herzen der Menschen.
— Antisthenes