1576 Sprüche — Seite 22
Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die große Kält'. (08. Jan.)
Pankraz, Servaz und Bonifaz, die machen erst der Sonne Platz. (12. - 14. Mai)
Das Wesen des Frühlings erkennt man erst im Winter, und hinter dem Ofen dichtet man die besten Mailieder.
— Christian Johann Heinrich Heine
Gebrauchter Pflug blinkt, stehend Wasser stinkt.
Ein neues Jahr, ein neues Jahr, was werden die Tage bringen? Wird's werden wie es immer war, halb scheitern, halb gelingen?
— Theodor Fontane
Ein Baum wird noch lange kein Krokodil, wenn er jahrelang im Niger treibt.
Es gibt viele Dinge, die nicht vernünftig und doch ganz natürlich sind.
— George Bernard Shaw
Unter Scherz und Spiel und Tanzen soll dir dieses Jahr entfliehn, Feude deine Stirn umkränzen und Gesundheit dich umblühn!
Es kommt das Leid, es geht die Freud', es kommt die Freud', da geht das Leid - die Tage sind nimmer dieselben.
— Theodor Storm
Wenn du vergnügt sein willst, umgib dich mit Freunden; wenn du glücklich sein willst, umgib dich mit Blumen.
Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter dir, wie der Winter, der eben geht. Denn unter Wintern ist einer so endlos Winter, dass, überwinternd, dein Herz überhaupt übersteht.
— Rainer Maria Rilke
Ein neues Buch, ein neues Jahr - was werden die Tage bringen? Wird's werden, wie es immer war, halb scheitern, halb gelingen? Ich möchte leben, bis all dies Glühn rücklässt einen leuchtenden Funk …
— Theodor Fontane
Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.
— Henry Ford
Fällt im Oktober das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell'.
Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur die eine nicht, und die heißt Vergissmeinnicht.
Geh in den Garten und höre auf die Stille zwischen den Geräuschen: Dies ist die wahre Musik der Natur.
Die Blume kehrt wieder zur Wurzel zurück.
Wenn Winde wehen im Advent, dann wird uns reiche Ernt' geschenkt.
Mit allen Kräften müssen wir uns die Freuden des Lebens zu erhalten suchen, die uns die Jahre, eine nach der anderen, entreissen.
— Michel de Montaigne
Heilige Dreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will. (06. Jan.)
Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.
— Joachim Ringelnatz
Wenn du auf schlechtes Wetter fluchst, verzerrst noch wütend dein Gesicht, bedenke - was du auch versuchst: Das Wetter int'ressiert es nicht
— Karl-Heinz Söhler
Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'.
Der Friede und die Freude der Weihnacht bleibe als Segen im kommenden Jahr.
Willst Du nicht Dein Herz öffnen, zu hören, was Regenbogen und Sonne lehren?
— Ralph Waldo Emerson
Wenn's auf dem Berg gereift hat, so ist im Tal alles erfroren.
Beim Jauche-Fahr'n vergeht der Spass, fällt das Toupet ins Jauchefass!
Allen Tieren ist Friede gesetzt ausser Bären und Wölfen.
Den Esel will jedermann reiten.
Wer mit Füchsen zu tun hat, muss den Hühnerstall zuhalten.
Wenn die alten Kühe tanzen, so klappern ihnen die Klauen.
Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise. (17. Nov.)
Der Honig ist nicht weit vom Stachel
Nach Martinstag viele Nebel sind, so wird der Winter meist gelind. (11. Nov.)
Tritt Mattheis stürmisch ein, wird's an Ostern Winter sein. (24. Feb.)
Die Frau ist der annehmbarste Naturfehler.
— John Milton
Verabschiede Dich vom alten Jahr wie von einer alten Frau, die Du sehr geliebt hast und begrüße das neue Jahr so voller Freude und behutsam, wie ein Baby, das Du gerade empfangen hast.
In einem herzlichen Satz ist genügend Wärme für drei Winter
— Laotse
Ein Baum mag tausend Zhàng hoch sein, die Blätter fallen doch zurück zu seinen Wurzeln.
Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.
— Aristoteles