1576 Sprüche — Seite 31
Wenn der Esel in die Mühle kommt, so sagt er i-ah.
Wenn das Ferkel träumt, so ist's von Trebern.
Wenn das Ferkel satt ist, stößt es den Trog um.
Je fetter der Floh, je magerer der Hund.
Man sieht die Flöhe besser auf einem weißen Tuche als auf einem schwarzen.
Leichter eine Wanne Flöhe hüten als eines Weibes.
Die Frösche tun sich selber Schaden, wenn sie den Storch zu Hause laden.
Der Frosch lässt das Quaken nicht.
Die Frösche gehen dem Bache zu, legt man sie schon an Ketten.
Setz einen Frosch auf goldnen Stuhl, er hüpft doch wieder in den Pfuhl.
Man tritt den Frosch so lange, dass er pfeift.
Was ein Frosch werden will, muss erst ein Kühleskopp gewesen sein.
Er kann nichts dazu, dass die Frösche keine Schwänze haben.
Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg.
Es ist ein armer Fuchs, der nur e i n Loch hat.
Man schickt Füchse aus, um Füchse zu fangen.
Blinder Gaul geht grade zu.
Sieh auf die Hühner und nicht auf die Nester.
Was zum Huhn geboren ist, scharrt nimmer vor sich.
Es gibt mehr als einen bunten Hund.
Die Katze läßt das Mausen nicht.
Katzenkinder lernen wohl mausen.
Keine Katze so glatt, sie hat scharfe Nägel.
So man nicht Kauzen hat, muss man mit Eulen beizen.
Er wird ein gelehrter Kauz werden, wenn er unter die Stoßvögel kommt.
Eine Krähe hackt der anderen kein Aug aus.
Eine Krähe heckt keine Turteltaube.
Die Krähe will's mit dem Adler wagen.
Die Krähe läßt ihr hüpfen nicht.
Fliegende Krähe findet allzeit etwas.
Den Krebs straft man nicht mit ersäufen.
Krebse man ißt, wenn kein R im Monat ist.
Der Kuckuck ruft seinen eigenen Namen.
Alle Kühe sind Kälber gewesen.
Vier Kühe gewartet sind besser als acht schlecht gewartet.
Es gibt mehr als eine bunte Kuh.
Wenig Kühe, wenig Mühe.
Der da hat die Kühe, der hab' auch die Mühe.
Schenkt man dir die Kuh, lauf mit dem Halfter zu.
St. Niklas beschert die Kuh, aber nicht den Strick dazu.