1576 Sprüche — Seite 23
Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles, sie werden beständig zu früh gefasst.
— Oscar Wilde
Fege den Staub des letzten Jahres fort und mit ihm alle unguten Gefühle.
Die Natur auffassen und sie unmittelbar benutzen, ist wenig Menschen gegeben
— Francois Rabelais
Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.
— Christian Johann Heinrich Heine
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mit die Sterne. Oh, wärst du da!
— Johann Wolfgang von Goethe
Ist in einem schönen Apfel kein Wurm, so wäre doch gern einer drin.
Wenn der Bauer auf dem Miststock kräht kommt der Psychiater meist zu spät.
Wir sehn aufs alte Jahr zurück und haben neuen Mut. Ein neues Jahr, ein neues Glück, die Zeit ist immer gut.
— August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Wenn es zu Kunigunde friert, sie es noch vierzig Nächte spürt. (03. März)
Man kann einen seligen, seligsten Tag haben, ohne etwas anderes dazu zu gebrauchen als blauen Himmel und grüne Erde.
— Aristoteles
Ist im Januar dick das Eis, gibt's im Mai ein üppig Reis.
Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
Mit dem du dich tausend Mal geprügelt und zehntausend Mal gestritten hast, setze dich am letzten Tag des Jahres einträchtig zum Essen nieder.
Hartnäckig weiter fließt die Zeit, die Zukunft wird Vergangenheit. Aus einem großen Reservoir ins andre rieselt Jahr um Jahr.
— Wilhelm Busch
Wenn Du mit Geld nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank. Die Blume ist das Lächeln der Pflanze
— Peter Hille
Feg den Staub des letzten Jahres fort und mit ihm alle unguten Gefühle.
Ist's an Ostern schön und warm, kommt die Verwandschaft und frisst dich arm. Ist's an Pfingsten schön und heiter, kommt sie wieder und frist weiter!
Trockener Nikolaus, milder Winter rund um das Haus. (06. Dez.)
Regnet's an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus. (06. Dez.)
Fliesst zu St. Nikolaus noch der Birkensaft, kriegt der Winter keine Kraft. (06. Dez.)
St. Nikolaus spült die Ufer aus. (06. Dez.)
Januar warm - dass Gott erbarm'.
Wenn im Januar viel Nebel steigen, wird sich ein schönes Frühjahr zeigen.
Im Januar recht hoher Schnee heißt für den Sommer hohen Klee.
Schneit's am unschuldigen Kindel, fährt der Januar in die Schindeln. (28. Dez.)
Indem der Mensch die Natur entmachtet, entzieht sie ihm die Bekömmlichkeit
So wie die Rosen blühen, so blühe auch dein Glück. Und wenn du Rosen siehst, so denk an mich zurück!
Bei Vollmondschein und Becherklang ertönt so froh der Liedersang. Wer Vollmondschein nicht liebt und ehrt, ist auch den Sonnenschein nicht wert.
Ein Esel sollte immer auf der Weide sein, denn wo er frißt, da wächst es, wo er sch-, da düngt er's, wo er seicht, da wässert er's und wo er sich wälzt, da zerbricht er die Schollen.
Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.
Die Gänse gehen überall barfuß.
Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.
Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.
Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.
Wenn der Löwe brüllt, so zittert der Wald.
Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.
Stirb nicht, lieber Hengst, es kommt die Zeit, wo Gras wächst.
Wenn die Schwalben fliegen, so bleiben hier die Fliegen.
Wenn die Schwalben nieder fliegen und die Tauben baden, so bedeutet's Regen.
Vogelfang gehört zum Wildbann.