1576 Sprüche — Seite 36
Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen. (11. Juni)
Ist's am Fortunatstag klar, so verheißt's ein gutes Jahr. (12. Juni)
Heiliger Veit, regne nicht, dass es uns nicht an Gerst' gebricht. (15. Juni)
Nach St. Vitus ändert sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'. (15. Juni)
Vor Nachtfrost sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist. (15. Mai)
Trockener Mai bringt Dürre herbei.
Wenn der Holunder blüht, sind die Bienen müd'.
Im Mai viel Wind, begehrt des Bauern Gesind'.
Ist es klar an Petronell, misst den Flachs ihr mit der Ell'. (31. Mai)
Will der Mai ein Gärtner sein, trägt er nicht in Scheunen ein.
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras. (07. März)
Friert es am 40-Ritter-Tag, so kommen noch vierzig Fröste nach. (10. März)
An Vierzigritter kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind. (10. März)
Regen, den die 40 Märtyrer senden, wird erst nach 40 Tagen enden. (10. März)
Gregori zeigt dem Bauern an, ob im Feld er säen kann. (12. März)
Wenn Gregori fällt, heißt es die Saat bestellt. (12. März)
Lukretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht. (15. März)
Sieht St. Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß. (17. März)
St. Gertrud sonnig, wird es dem Gärtner wonnig. (17. März)
Gertraud den Garten baut. (17. März)
Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein. (17. März)
Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr. (19. März)
Josephi klar, gibt ein gutes Honigjahr. (19. März)
St. Benedikt den Garten schmückt. (21. März)
Soll das Korn gar üppig stehen so soll man es zu St. Benedikt säen. (21. März)
Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet. (25. März)
Ist Maria schön und klar, naht die ganze Schwalbenschar. (25. März)
Schöner Verkündigungsmorgen befreit von vielen Sorgen. (25. März)
Ist Marien schön und helle, gibt es viel Obst auf alle Fälle. (25. März)
Um Ludger draussen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht. (26. März)
Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterzeit. (22. Nov.)
Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten hat er ein mild' Gesicht. (23. Nov.)
Der Konrad und auch die Kathrein, die knien sich bald in den Dreck hinein. (26. Nov.)
Wirft herbei Andrä Schnee, so tut's dem Korn und Weizen weh. (30. Nov.)
Es verrät dir die Andreasnacht, was wohl so das Wetter macht. (30. Nov.)
Donnert's ins blattlose Holz, dann schneit's ins Laub.
St. Bruno, der Kartäuser, läßt Fliegen in die Häuser. (06. Okt.)
St. Burkhardi Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein. (14. Okt.)
An Hedwig bricht der Wetterlauf, und hört das gute Wetter auf. (15. Okt.)
Auf St. Gallus-Tag nichts mehr draussen bleiben mag. (16. Okt.)