1576 Sprüche — Seite 8
Am ruhigen Fluss ist das Ufer voller Blumen.
Wie vergänglich ist doch der Mensch auf dieser Erde, ein Baum überdauert ihn, eine Steinstufe wird hundertmal älter, als der Menschenfuß, der sie tritt.
— Paul Keller
Er ist Storch und Klappermaul.
Das Wetter und meine Launen haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meine Nebel und meinem Sonnenschein in meinem Inneren.
— Blaise Pascal
Wie kommen die Enten aus, die doch so breite Schnäbel haben?
Man stiehlt auch wohl der Elster ein Ei.
Wer eine Elster ausschickt, dem kommt ein bunter Vogel wieder.
Keine Elster heckt eine Taube.
Die Elster lässt ihr Hüpfen nicht.
Ließe die Katze das Mausen, so bliebe der Kater draußen.
Eine milchende Kuh deckt den Tisch zu.
Ein Baum der fällt macht mehr Lärm, als ein ganzer Wald der wächst.
Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch die Früchte reifen und neue Knospen keimen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es ist dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
Das sicherste Mittel gegen Seekrankheit: sich unter einen Apfelbaum legen.
— Horatio Nelson
Wer Dornen säht, darf sein Zelt nicht barfuß verlassen.
Mit den ersten Bäumen, die gefällt werden, beginnt die Kultur. Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden, endet sie.
Das Kamel sieht seinen eigenen Höcker nicht, aber den seiner Brüder hat es immer vor Augen.
Hebe deíne Augen auf, und du wirst die Sterne sehen!
Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh'n, was übrig bleibt.
Kleine Samen flach bedeckt, große Samen tief versteckt.
Die Natur macht Frauen verschieden - die Mode macht sie gleich
— Christina I. von Schweden
Wenn du zwei Brote hast, so tausche eines gegen Blumen, denn sie sind Brot für die Seele.
Es ist wahr: Die Blumen können uns nicht ernähren, aber sie machen die Freude des Lebens aus.
— André Gide
Furzt der Ochse hemmungsfrei, gibt's Smogalarm der Stufe Drei.
Mögen dich die roten Sonnenuntergänge, die hoch auf den Zweigen des Abends wachsen, erfreuen, so wie die knospende farbige Morgendämmerung, die in der Luft im Osten aus der Erde steigt.
Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die hübschen Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.
— Wilhelm Raabe
Wenn die Magd nach Knoblauch stinkt, der Knecht sie auch im Dunkeln find!
Baut der Knecht beim Ernten Scheiß, kriegt er vom Bauern Feldverweis!
Die Natur will, dass die Kinder Kinder sind, ehe sie Erwachsene werden.
— Jean-Jacques Rousseau
Es gibt ein Naturwunder, das noch größer ist als das Meer. Das ist der Himmel.
— Victor-Marie Hugo
Rülpst im Stalle laut der Knecht, wird sogar den Säuen schlecht.
Die Spitze des Berges ist nur ein Umkehrpunkt.
— Reinhold Messner
Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.
Wer wendet sein Gesicht nicht gerne der Zukunft zu, wie die Blumen ihre Kelche der Sonne?
— Heinrich von Kleist
An dem Halm erkennt man noch, wie groß die Ähre war.
Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen zusammenstehen, kann nie ein Bild der Disharmonie entstehen.
— Vincent van Gogh
Die Rose spricht alle Sprachen der Welt.
— Ralph Waldo Emerson
Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir.
— Wilhelm Dilthey
Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind.
— Wilhelm Busch