1576 Sprüche — Seite 4
Wir sind einander nah durch die Natur, aber sehr entfernt durch die Bildung.
— Konfuzius
Wenn man einen Sumpf trocken legen will, darf man damit nicht die Frösche beauftragen.
— Mark Twain
Früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selber ist.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Gibt es denn eine Welle, die für sich allein ist im Weltmeer?
Wie eine Sonne geht das Herz durch die blassen Gedanken und löschet auf der Bahn ein Sternbild nach dem andern aus.
— Jean Paul
Der Himmel ist genauso unter unseren Füßen wie über unserem Kopf.
— Henry David Thoreau
Lass mit den Augen auch dein Herz die Natur betrachten. Du siehst alles ganz anders. Schöner, bezaubernder, berauschend
Schaue zum Himmel, wenn du den Mond sehen willst, und nicht in den Teich.
Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …
— Henry David Thoreau
Wenn es auf die Felder nieselt, der Bauer wohl vom Traktor pieselt.
Ist die Frau weniger wert als der Mann? Wer diese Frage beantwortet, muss auch sagen, ob Feuer mehr wert ist als Wasser.
— Carl Ludwig Schleich
Unkraut ist eine Pflanze, deren Tugenden noch nicht entdeckt wurden.
— Ralph Waldo Emerson
Das Meer noch niemals größer ward, weil eine Gans das Wasser spart.
— Bernhard Freidank
Kocht die Bäuerin faule Eier, kotzt der Bauer wie ein Reiher!
Wir schlagen der Erde tiefe Wunden und trampeln achtlos auf ihr herum. Die Erde ist unsere nährende Mutter, und seine Mutter bringt man nicht um.
Die menschliche Natur hasst alles, was überlegen ist.
— Thukydides
Ich liebe Bilder, die in mir den Wunsch erwecken, in ihnen herumzuspazieren, wenn es Landschaften sind, oder sie zu liebkosen, wenn es Frauen sind.
— Auguste Renoir
In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare.
— Antisthenes
Natürliche Dinge sind nicht unanständig.
— Vergil
Alle Flüsse münden ins Meer. Alle Dinge weisen in eine Richtung.
Nach unserer bisherigen Erfahrung sind wir zum Vertrauen berechtigt, daß die Natur die Realisierung des mathematisch denkbar Einfachsten ist.
— Albert Einstein
Kunst ist Mensch plus Natur.
— Vincent van Gogh
Wer im Juli sich regen tut, sorget für den Winter gut.
Ein Kind ohne Mutter ist eine Blume ohne Regen.
Ist Regine warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig. (07. Sept.)
Retten können wir die Berge nur, wenn wir sie begreifen - mit den Händen, den Sinnen, dem Herzen.
— Reinhold Messner
St. Kilian ist der rechte Rübenmann. (08. Juli)
Regnet's an St. Veit, Gerste nicht leid't.
Die missachtete Natur schlägt zurück. Und auch das wird missachtet.
— Else Pannek
Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nutzen oder schaden, hängt nur von der Richtung ab, die sie nehmen.
— Ludwig Börne
Orientiere dich an den Sternen, aber freue dich über die Blume am Wegesrand.
— Voltaire
Wer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen, wie dem Niedertreten des Grases, schonungsvoll zu sein.
— Christian Morgenstern
Man muß mit der Natur langsam und läßlich verfahren, wenn man ihr etwas abgewinnen will.
— Johann Peter Eckermann
Nichts ist "ewig", weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.
— August Bebel
Nur die Natur tut Großes umsonst.
— Alexander Herzen
Die Anlage von tausend Wäldern liegt in einem Samenkorn.
— Ralph Waldo Emerson
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsere Augen sie nicht sehen.
— Matthias Claudius
Die Blumen, die auf den Gipfeln der Berge blühen, würden ihren Platz niemals mit der Gartenrose tauschen
Willst Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie an Benedikt. (21. März)
Die Welt wird schöner mit jedem Tag, man weiß nicht, was noch werden mag, das Blühen will nicht enden.
— Ludwig Uhland