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Sprüche über Anerkennung

514 Sprüche — Seite 24

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Man erwirbt sich eine Menge Ruhm – was immer das sein mag –, wenn man in der richtigen Weise über sich reden lässt.

    David Herbert Lawrence

  2. Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.

    Jacob Christoph Burckhardt

  3. Sprichwörtlich heißt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.

    Jacob Christoph Burckhardt

  4. Wer sich fürchtet, Verantwortung zu übernehmen, wird immer mehr der Willkür anderer preisgegeben, und muss zusehen, wie der größere Gewinn aus seinen Fähigkeiten Fremden zufließt.

    Prentice Mulford

  5. Wer sich selbst gering wertet, wird von anderen nicht so hoch eingeschätzt, wie es der Fall wäre, wenn er Selbstachtung zeigte

    Prentice Mulford

  6. Alles besiegt und raubt die geizende Zeit, den Ruhm auch, und schafft uns ein zweites Sterben.

    Francesco Petrarca

  7. Es ist eine viel schlimmere Art des Stolzes, andere zu verkleinern, als sich selbst zu erheben.

    Francesco Petrarca

  8. Dem Lorbeer verdanke ich nichts an Wissen, wohl aber viel an Neid und Anfeindung.

    Francesco Petrarca

  9. Wer uns nicht loben kann, der schimpft uns nicht.

    Karl Wilhelm Ramler

  10. Friede ist die Achtung vor dem Recht des anderen

    John Reed

  11. Durch Anerkennung und Aufmunterung kann man in einem Menschen die besten Kräfte mobilisieren

    Charles M. Schwab

  12. Nur der Ehrgeiz altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre.

    Thukydides

  13. Verfehlte Kunstwerke gibt's – die nur von Kennern hochgeschätzt werden.

    Otto Weiss

  14. Der Ruhm ist ein brennender Ofen: man muss ihn immer wieder heizen, soll er nicht kalt werden

    Otto Weiss

  15. Von den allerbesten Literaturwerken ist die Mehrzahl berühmt, die Minderzahl bekannt.

    Otto Weiss

  16. Staunen ist unfreiwilliges Lob.

    Edward Young

  17. Ein ernsthaftes Gemüt ist der natürliche Boden zur Hervorbringung aller Tugenden, und der einzige Charakter, der dem Menschen Ehre macht.

    Edward Young

  18. Niemand mag auf lange Zeit große Ehre haben ohne Neid.

    Bernhard Freidank

  19. An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  20. Der Koch kann gebildet werden, der Bratkünstler wird geboren.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin