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Sprüche über Anerkennung

514 Sprüche — Seite 9

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Was eine Nation groß macht, sind nicht in erster Linie die großen Männer. Es ist das Format der Mittelmäßigen.

    José Ortega y Gasset

  2. Einen Namen hat man, wenn man keinen Wert mehr auf seine Titel legt.

    Anton Graff

  3. Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.

    François de la Rochefoucauld

  4. Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.

    Albert Einstein

  5. Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur soviel, als er sich selbst geltend macht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  6. Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der froh von ihren Taten, ihrer Größe, den Hörer unterhält und, still sich freuend, ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Unsere Meister nennen wir billig die, von denen wir immer lernen. Nicht ein jeder, von dem wir lernen, verdient diesen Titel.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Wohl dem, der etwas Größeres als sich selbst lebendig kennt und liebt.

    Richard Rothe

  9. Unglaublich dummes Zeug spricht dieser und jener, aus Furcht, ungebildet zu erscheinen!

    Otto Weiss

  10. Man ist viel wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  11. Von dem Ruhm der berühmtesten Menschen gehört immer etwas der Blödsinnigkeit der Bewunderer zu

    Georg Christoph Lichtenberg

  12. Wer imponiert? Nur welcher ruhig seinen Weg geht.

    Wilhelm Raabe

  13. Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.

    Otto von Leixner

  14. Ungerechtfertigtes Lob kann Schwache gefährden, ungerechter Tadel auch Starke vom rechten Weg ableiten.

    Georg Ebers

  15. Obwohl die Menschen sich auf ihre grossen Taten etwas zugute tun, sind diese doch oft nicht Resultate eines grossen Planes, sondern des Zufalls.

    François de la Rochefoucauld

  16. Risikolos gewinnen heißt ruhmlos siegen

    Pierre Corneille

  17. Es kann Leidenschaft ohne Achtung geben, dann bleibt sie ohne Zärtlichkeit.

    Sully Prudhomme

  18. Fordre kein lautes Anerkennen! Könne was, und man wird dich kennen.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  19. Auf unserer Erdenwelt hängt oft alles von den Äußerlichkeiten ab, mit denen man sich in Szene setzt.

    Alfred de Musset

  20. Auch Gelegenheit macht nicht Diebe allein, sie macht auch beliebte Leute, Menschenfreunde, Helden.

    Georg Christoph Lichtenberg