50 Sprüche — Seite 14
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Ist St. Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein. (05. April)
Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n. (08. April)
Wenn's viel regnet am Amandustag, ein dürrer Sommer folgen mag. (08. April)
Am Tiburtiustag, alles grünen mag. (14. April)
Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach. (14. April)
Tiburtius kommt uns sehr gelegen mit seinem grünen Blättersegen. (14. April)
Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss. (16. April)
Wenn vor Georgi Regen fehlt, wird man nachher damit gequält. (22. April)
Regnet's vorm Georgitag, wäret lang des Segens Plag'. (22. April)
Auf St. Georgs Güte, stehen alle Bäume in Blüte. (23. April)
Zu St. Georg soll sich's Korn so recken, dass sich kann eine Krähe verstecken. (23. April)
Wenn's friert an St. Fidel, bleibt's 15 Tage noch kalt und hell. (24. April)
Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben. (25. April)
Leg erst nach Markus Bohnen, er wird's dir reichlich lohnen. (25. April)
Vor dem Markustag sich der Bauer hüten mag. (25. April)
Auf des heiligen Peters Fest sucht der Storch sein Nest. (27. April)
Friert es am Tag von St. Vital, friert es wohl noch 15 mal. (28. April)
Walpurgisfrost ist schlechte Kost. (30. April)
Regen auf Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht. (30. April)
Aprilschnee düngt, Märzenschnee frisst.