Sprüche über Wetter
50 Sprüche — Seite 2
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Alle wahren Muster des Geschmacks sind in der Natur.
— Jean-Jacques Rousseau
Wenn es an Protus nicht nässt, ein dürrer Herbst sich erhoffen lässt. (11. Sept.)
Ein rechter Mai fürwahr ist der Schlüssel für's rechte Jahr
Wenn St. Ägidius bläst ins Horn, so heißt es, Bauer säe dein Korn! (01. Sept.)
Kommt St. Georg auf dem Schimmel, kommt ein gutes Jahr vom Himmel. (23. April)
Wenn St. Thomas dunkel war, gibt es ein schönes neues Jahr. (21. Dez.)
Auf einen knorrigen Ast gehört ein derber Keil.
Der heilige Ambrosius, schneit oft dem Bauern auf den Fuß. (04. April)
Der hl. St. Kilian stellt die ersten Schnitter an. (08. Juli)
Die Siebenbrüder das Wetter machen, ob Sie nun weinen oder lachen. (10. Juli)
Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.
Fällt auf Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte vier Monate dauern mag. (01. Dez.)
Kommt Laurenzius daher, wächst das Korn nicht mehr. (10. August)
Wenn es donnert an Kunigund, bleibt das Wetter lange bunt. (03. März)
St. Bartholomäus hat's Wetter parat, für den Herbst bis zur Saat. (24. August)
An St. Kilian säe Wicken und Rüben an. (08. Juli)
Wer an Christian säet Lein, bringt schönen Flachs in seinen Schrein. (03. April)
Blieb Wärme im August fern, der September bringt sie nicht gern.
Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut. (21. Sept.)
Allerheiligenreif macht zu Weihnacht' alles steif. (01. Nov.)