50 Sprüche — Seite 22
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen. (11. Juni)
Ist's am Fortunatstag klar, so verheißt's ein gutes Jahr. (12. Juni)
Wer dem Veit nicht traut, kriegt auch kein Kraut. (15. Juni)
Heiliger Veit, regne nicht, dass es uns nicht an Gerst' gebricht. (15. Juni)
Der Wind dreht sich um St. Veit, da legt sich's Laub auf die andere Seit'. (15. Juni)
Nach St. Vitus ändert sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'. (15. Juni)
Vor Nachtfrost sicher bist du nicht, bevor Sophie vorüber ist. (15. Mai)
Trockener Mai bringt Dürre herbei.
Wenn im Mai die Bienen schwärmen, sollte man vor Freude lärmen.
Wenn der Holunder blüht, sind die Bienen müd'.
Übermässig warmer Mai will, dass der Juni voller Nässe sei.
Im Mai viel Wind, begehrt des Bauern Gesind'.
Donnert's ins junge Laub hinein, wird das Brot bald billiger sein.
Ist es klar an Petronell, misst den Flachs ihr mit der Ell'. (31. Mai)
Viel Gewitter im Mai singt der Bauer Juchhei.
Es ist kein Mai so gut- er schneit dem Schäfer auf den Hut.
Will der Mai ein Gärtner sein, trägt er nicht in Scheunen ein.
Marientau macht grüne Au
Regnet es stark an Albinus, macht es dem Bauern viel Verdruß. (01. März)
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras. (07. März)