Sprüche über Wetter
50 Sprüche — Seite 6
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
St. Afra im Regen kommt dem Bauern ungelegen. (07. August)
Florian und Gordian richten oft noch Schaden an. (10. Mai)
Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.
Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind. (02. April)
St. Paulus klar, gutes Jahr - bringt er Wind, regnet's geschwind. (14. Jan.)
Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.
Grünt die Esche vor der Eiche, gibt's im Sommer eine Bleiche.
Die Agnessonne hat weder Kraft noch Wonne. (21. Jan.)
An Romanus und Lupizinius die Sonne scheinen muss. (28. Feb.)
Mairegen auf die Saaten ist wie Dukaten.
St. Mang schlägt's Kraut mit der Stang'. (06. Sept.)
Wenn Jakobi tagt, werden die jungen Störche aus dem Nest gejagt. (25. Juli)
Regnet's am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag. (27. Juni)
Je mehr Dominicus schürt, man im Winter friert. (04. August)
Ein kühler Mai wird hoch geacht', hat stets uns fruchtbar Jahr gebracht.
Bringt der Juli heiße Glut, so gerät der September gut.
Ein tüchtiges Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter.
St. Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'. (09. Jan.)
Ob der Winter warm oder kalt - so geh Allerheiligen in den Wald. (01. Nov.)
Mariä Heimsuchung wird's bestellt, wie's Wetter 40 Tage sich hält.