50 Sprüche — Seite 16
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Auf Barbara die Sonne schleicht, auf Lucia sie wiederum herschleicht. (04. Dez.)
Regnet's am Bibianatag, regnet's 40 Tag und eine Woche danach. (02. Dez.)
Nach Barbara geht's frosten an, kommt's früher, ist nicht wohlgetan. (04. Dez.)
Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee. (04. Dez.)
St. Gerald - es wird kalt. (05. Dez.)
Ist Ambrosius schön und rein, wird Florian ein wilder sein. (07. Dez.)
Wenn zu Lucia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. (13. Dez.)
An St. Lucia ist der Abend dem Morgen nah. (13. Dez.)
St. Lucia kürzt den Tag, so viel sie ihn nur kürzen mag. (13. Dez.)
Die Adelheid liebt weisse Flocken, da bleibt die Erde selten trocken. (16. Dez.)
Um Adelheid da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh. (16. Dez.)
Um den Tag von Wunibald, da wird es meistens richtig kalt. (18. Dez.)
St. Thomas bringt die längste Nacht. weil er den kürzesten Tag gebracht. (21. Dez.)
Ein grüner Christtag - ein weisser Ostertag. (24. Dez.)
Wer sein Holz um Christmett fällt, dem sein Haus wohl zehnfach hält. (24. Dez.)
Bringt das Christkind Kält' und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh'. (24. Dez.)
Ist es grün zur Weihnachtszeit, fällt Schnee auf die Ostereier. (25. Dez.)
Ist es windig in den Weihnachtstagen, sollen viel Obst die Bäume tragen. (25. Dez.)
Bringt St. Stephan Wind, die Winzer nicht erfreut sind. (26. Dez.)
Windstill muss St. Stephan sein, soll der nächste Wein gedeih'n. (26. Dez.)