August Sprüche
1878 Sprüche — Seite 2
Du kannst sehen, wo der Regenbogen die Erde berührt, aber bis Du dort eintriffst, ist er weitergezogen. Wer könnte den Regenbogen besitzen?
Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigenen Seele. Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.
— Mark Aurel
Nicht der Hammerhieb, sondern der Tanz des Wassers rundet den Kiesel zu Schönheit.
— Rabindranath Tagore
Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder.
— Dante Alighieri
Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischt, Wind kräftigt, Schnee erheitert. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur verschiedene Arten von gutem.
— John Ruskin
Wo Du eine Rose züchtest, mein Freund, kann keine Distel wachsen.
— Frances Hodgson Burnett
Es gehört zum Begriff des Spazierengehens, dass man keinen ernsthaften Zweck damit verbindet.
— Wilhelm von Humboldt
Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
— Friedrich Nietzsche
Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.
— Galileo Galilei
An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.
— Gottfried Keller
Wenn's am Ulrichstag donnert, fallen die Nüsse vom Baum. (04. Juli)
Jede Landschaft hat ihre eigene besondere Seele, wie ein Mensch, dem du gegenüber stehst.
— Christian Morgenstern
Ohne einen feinen Beisatz von Selbstironie ist jeder Mensch mehr oder weniger ungenießbar. Daher gibt es so viele Ungenießbare.
— Theodor Fontane
Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.
Auf einen dunklen Dezember folgt ein fruchtbares Jahr.
Die Natur hat das Gesäß für die Ruhe geschaffen, da die Tiere ja stehen können, ohne müde zu werden, der Mensch jedoch seiner Sitzfläche bedarf.
— Aristoteles
Am Regenbogen muss man nicht Wäsche aufhängen wollen.
— Johann Peter Hebel
Vergolde den Vögeln die Flügel, und sie werden nie mehr fliegen.
Man geht so lange um den Brei, bis er kalt ist.
Du kannst noch so lange an der Olive zupfen, sie wird deshalb nicht früher reif
Die Natur hat Vollkommenheit, um zu zeigen, dass sie das Abbild Gottes ist, und Mängel, um zu zeigen, dass sie nur das Abbild ist.
— Blaise Pascal
Selbst zum Genuss des Glücks bedarf man Mut.
— Carl Spitteler
Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.
— Friedrich Nietzsche
Glück und Schmerzlosigkeit müssen wir dankbar annehmen und genießen, nie aber fordern.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Luft und Licht sind die Liebhaber der Blumen, aber das Licht ist der Begünstigte. Zum Licht wenden sie sich, verschwindet es, so rollen sie ihre Blätter zusammen und schlafen in der Umarmung der …
— Hans Christian Andersen
Alles ist fremdes Eigentum, nur die Zeit ist unser. Nur diese eine vergängliche und flüchtige Sache hat uns die Natur gegeben, und dennoch vertreibt uns daraus, wer will.
— Seneca
Für keinen ist es zu früh oder spät, für die Gesundheit der Seele zu sorgen.
— Epikur
Halte ein, wenn es Zeit ist, innezuhalten
Von einem, der spazieren geht, kann man niemals behaupten, er mache einen Umweg.
— Arthur Schopenhauer
Für Kritiker zu schreiben, lohnt sich nicht, wie es sich nicht lohnt, denjenigen Blumen riechen zu lassen, der einen Schnupfen hat.
— Anton Tschechow
Einige Bücher soll man schmecken, andere verschlucken, und einige wenige kauen und verdauen.
— Francis Bacon
Das Wasser nimmt nicht mehr Platz in einer Schale ein, als es bedarf. So gleicht es der Mäßigung.
— Konfuzius
Die größte Offenbarung ist die Stille.
— Laotse
Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es
— Gottfried Keller
Wahre Ruhe ist nicht Mangel an Bewegung. Sie ist Gleichgewicht der Bewegung.
— Ernst von Feuchtersleben
Wie der Fluss im Meer, so findet unsere Arbeit ihre Erfüllung in der Tiefe der Muße
— Rabindranath Tagore
Wir alle schreiten durch die Gasse, aber nur einige wenige blicken zu den Sternen auf.
— Oscar Wilde
Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend.
— Johann Wolfgang von Goethe
Goldene Zügel machen ein Pferd nicht besser.
— Seneca