1904 Sprüche — Seite 30
Es gibt Momente, in denen uns alles ermüdet, sogar das, was zu unserer Erholung beitragen sollte.
— Fernando Pessoa
Jede Leidenschaft, die Raum zum Genießen und Nachdenken läßt, ist keine starke Leidenschaft.
— Michel de Montaigne
Was keine zeitweilige Pause kennt, ist nicht dauerhaft.
— Ovid
Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.
— Elizabeth Barrett Browning
Es gibt nichts, wofür man Zeit findet. Wenn man Zeit haben möchte, muss man sich welche schaffen
— Leopold von Ranke
Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet. (20. März)
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
— Fjodor M. Dostojewski
Wenn Du mit Geld nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank. Die Blume ist das Lächeln der Pflanze
— Peter Hille
Ist's an Ostern schön und warm, kommt die Verwandschaft und frisst dich arm. Ist's an Pfingsten schön und heiter, kommt sie wieder und frist weiter!
St. Nikolaus spült die Ufer aus. (06. Dez.)
Gewitter um Bartholomä bringt Hagel und Schnee. (24. August)
An Augustin gehen die warmen Tage hin. (28. August)
Was der August nicht kocht, lässt der September ungebraten.
Wenn's am Tag Johanni Enthauptung regnet, verderben die Nüsse (29. August)
Bischof Felix zeigt an, was wir in 40 Tag für Wetter han. (30. August)
St. Raimund treibt die Wetter aus. (31. August)
Wenn's im August stark tauen tut, bleibt das Wetter meistens gut.
Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben.
Im August viel Regenschauer ist Verdruß für jeden Bauer.
Im August beim ersten Regen pflegt die Hitze sich zu legen.
Stürmt es im August, so gibt es weder Wein noch Most.
Was die Hundstage gießen, müssen die Trauben büßen. (23. Juli - 24. August)
Wie der Bartholomäustag sich hält, ist der ganze Herbst bestellt. (24. August)
Ist's Lorenz und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange steh'n. (24. August)
Wie der St. Bernhard ist, man auch den September misst. (20. August)
Wenn im März die Veilchen blüh'n, an Ludwig schon die Schwalben zieh'n. (19. August)
Regnet es an St. Sebald, dann nahet teure Zeit sehr bald. (19. August)
Wenn St. Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut. (16. August)
Wenn's an Joachim regnet, dann folgt ein warmer Winter. (16. August)
Maria Himmelfahrt klarer Sonnenschein, bringt meistens viel guten Wein. (15. August)
Leuchten vor Maria Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne. (15. August)
Wie das Wetter an Kassian, hält es noch viele Tage an. (13. August)
Regen an Maria Schnee,m tut dem Korn empfindlich weh. (05. August)
Ostwaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein. (05. August)
Hitze an St. Dominicus - ein strenger Winter kommen muss. (04. August)
Indem der Mensch die Natur entmachtet, entzieht sie ihm die Bekömmlichkeit
So wie die Rosen blühen, so blühe auch dein Glück. Und wenn du Rosen siehst, so denk an mich zurück!
Bei Vollmondschein und Becherklang ertönt so froh der Liedersang. Wer Vollmondschein nicht liebt und ehrt, ist auch den Sonnenschein nicht wert.
Ein Esel sollte immer auf der Weide sein, denn wo er frißt, da wächst es, wo er sch-, da düngt er's, wo er seicht, da wässert er's und wo er sich wälzt, da zerbricht er die Schollen.
Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.