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August Sprüche

1878 Sprüche — Seite 20

  1. Ich denk an dich, wenn ein Regenbogen die Welt in buntes Licht taucht.

  2. Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem du einst so froh geschafft, siehst deine Blumen nicht mehr blühen, weil dir der Tod nahm deine Kraft.

  3. Die Hochzeit der Seele mit der Natur macht den Verstand fruchtbar und erzeugt die Phantasie.

    Henry David Thoreau

  4. Das Leben ist ein dorniger Rosenstock und die Kunst seine Blüte.

    Georg Ebers

  5. Wo die Stille mit dem Gedanken Gottes ist, da ist nicht Unruhe noch Zerfahrenheit.

    Franz von Assisi

  6. Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig, ausser, wenn man sehr beschäftigt ist, dann braucht man eine ganze Stunde.

    Franz von Sales

  7. Es legte Adam sich im Paradiese schlafen, da ward aus ihm das Weib geschaffen. Du armer Vater Adam du! Dein erster Schlaf war deine letzte Ruh'.

    Matthias Claudius

  8. Wenn die Hundstage heiß, bleibt der Winter lange weiß. (23. Juli - 24. August)

  9. St. Afra im Regen kommt dem Bauern ungelegen. (07. August)

  10. Mancher rauft den toten Löwen beim Bart, der ihn lebend nicht ansehen durfte.

  11. Es schlägt nicht immer ein, wenn es donnert

  12. Eine Krähe sitzt gern bei der anderen.

  13. Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.

  14. Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.

  15. Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen.

  16. St. Paulus klar, gutes Jahr - bringt er Wind, regnet's geschwind. (14. Jan.)

  17. Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind. (02. April)

  18. Disteln und Dornen stehen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.

  19. Die Natur ist die beste Führerin des Lebens.

    Marcus Tullius Cicero

  20. Der Apfel fällt, wenn er nicht krank ist, erst vom Stamm, wenn er reif ist.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  21. So viel Dornen ein Rosenstock, so viel Haare ein Ziegenbock, so viel Flöh ein Pudelhund, so viel Jahre bleib gesund.

  22. Jedes Tierchen, selbst das Kleinste, hängt an seinem bißchen Leben.

  23. Um den Mond scharen sich viele Sterne.

  24. Im allzu klarem Wasser ist kein Fisch zu finden. Nie sollte man restlose Klarheit fordern.

  25. Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.

    Voltaire

  26. Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.

    Eckhart von Hochheim

  27. O Sonnenschein! O Sonnenschein! Wie scheinst du mir ins Herz hinein.

    Robert Schumann

  28. Pass dich dem Schritt der Natur an; ihr Geheimnis heißt Geduld.

    Ralph Waldo Emerson

  29. Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse.

    Benjamin Franklin

  30. Die Henne ist der Umweg des Ei's, ein anderes Ei zu erzeugen.

    Laurence Sterne

  31. Alten Freund für neuen wandeln, heißt für Früchte Blumen handeln.

    Friedrich von Logau

  32. Wenn der Mond Dir leuchtet, brauchst Du nicht mehr nach den Sternen zu schielen

  33. Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt

    Victor-Marie Hugo

  34. Keine lockt mich, Ranunkeln, von euch, und keine begehr ich; Aber im Beete vermischt sieht euch das Auge mit Lust.

    Johann Wolfgang von Goethe

  35. Das Schwein legt sich zur Ruhe, in des Bauern Tiefkühltruhe.

  36. Kein Bauer wankt nach Hause nach einem Gläschen Brause.

  37. Leise rauscht der Wasserfall, wenn's nicht mehr rauscht, ist 's Wasser all'

  38. Schaue auf Dich selbst, nicht auf die Sonne, wenn Dein Garten nicht blüht.

  39. Genieße jedes Wetter, solange es die Natur erlaubt.

  40. Wahre Herzensdemut kann nur der Gedanke an Gott und der Blick in die große Natur geben.

    Karl Julius Weber