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Sprüche über Ärger

492 Sprüche — Seite 11

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Ein bleierner Frieden ist besser als ein goldener Streit.

  2. Die Klugheit ist oft so lästig wie ein Nachtlicht im Schlafzimmer.

    Ludwig Börne

  3. Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.

    Jean Paul

  4. Sage nicht, du kennst einen Menschen, bevor du ein Erbe mit ihm geteilt hast.

    Johann Kaspar Lavater

  5. Besser einander beschimpfen als einander beschießen.

    Winston Churchill

  6. Es verrät Schwäche, bei kleinen Anlässen große Hebel in Bewegung zu setzen.

    Ernst von Feuchtersleben

  7. Im Recht zu sein, kann vor Gericht zum entscheidenden Nachteil werden

    Heinrich von Kleist

  8. Opfer müssen gebracht werden.

    Otto Lilienthal

  9. Trunkenheit erzeugt keine Fehler, sie deckt sie auf

  10. Man ärgert sich nicht über Dinge, von denen man nichts weiß.

  11. Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.

    Immanuel Kant

  12. Wenn man nicht miteinander spricht, wird man sich feind.

  13. Vergib stets deinen Feinden. Nichts ärgert sie so.

    Oscar Wilde

  14. Man sollte weder Zeit noch Worte leichtsinnig verschwenden. Beides kann nicht wieder zurück genommen werden.

  15. Bist du wütend, zähle bis vier, bist du sehr wütend, fluche.

    Mark Twain

  16. Aus vielen Worten entspringt ebensoviel Gelegenheit zum Mißverständnis.

    William James

  17. Zur Beruhigung der Gemüter trägt angemessene Beschäftigung viel bei.

    Wilhelm von Humboldt

  18. Wer seinen Zorn runterschluckt, hat ihn noch lange nicht verdaut.

    Sebastian Kneipp

  19. Der Stein, den man gegen jemanden aufhebt, fällt einem auf die eigenen Füße.

  20. Ohne Zweifel braucht jede Frau ab und zu eine andere Frau als Ventil für all den Druck, der auf der weiblichen Seele lastet.

    John Steinbeck