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Sprüche über Ärger

492 Sprüche — Seite 4

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Man kann sich den ganzen Tag ärgern, aber man ist dazu nicht verpflichtet.

  2. Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übel nimmt

    Christian Morgenstern

  3. Wenn wir zürnen, hat unser Gegner seinen Zweck erreicht: Wir sind in seiner Gewalt

    Ernst von Feuchtersleben

  4. Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken

    Dietrich Bonhoeffer

  5. Ein gegebenes Wort kann man selbst mit einem Vierspänner nicht mehr einholen.

  6. Ein Nein aus tiefster Überzeugung ist besser und grösser als ein Ja, das nur gesagt wird, um zu gefallen oder um Schwierigkeiten zu vermeiden.

    Mahatma Gandhi

  7. Wenn du anfängst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.

    George Bernard Shaw

  8. Wir nennen es "zu weit gegangen", wenn uns jemand zu nahe getreten ist.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  9. Es gibt drei Dinge, die eine Frau aus dem Nichts hervorzaubern kann: einen Hut, einen Salat und einen Ehekrach

    Mark Twain

  10. Vergiss nie, was ein Mensch zu dir sagt, wenn er wütend ist.

    Henry Ward Beecher

  11. Ach, lieber Gott, ja ja, so ist es! Nicht wahr, ihr guten Mädchen wißt es: Kaum hat man was, was einen freut, so macht der Alte Schwierigkeit!

    Wilhelm Busch

  12. Eigennutz ist die Klippe, an der jede Freundschaft zerschellt.

    Ludwig Tieck

  13. Oh, beneidenswerte Kannibalen! Ihr könnt eure Feinde auffressen und dann auch noch auskotzen!

    Jean-Jacques Rousseau

  14. Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen wird oder fünf Meinungen gestattet sind- wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze H …

    Friedrich Nietzsche

  15. Ein Tag voller Sorgen dauert länger als ein Monat Freude

  16. Habgier bedeutet, dass ein Mensch nach etwas trachtet, das er nicht besitzt. Neid hingegen bedeutet, dass er sich über das ärgert, was ein anderer besitzt

    Aristoteles

  17. Das Schlimme in der Liebe ist, dass Krieg und Frieden ständig wechseln.

    Horaz

  18. Das beste Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub.

    Seneca

  19. Ich ziehe es stets vor, von jedem Menschen das Beste anzunehmen - das erspart viel Verdruß.

    Rudyard Kipling

  20. Manchmal kommt's von allen Seiten. Du fragst: Warum? Bist ganz benommen. Doch du solltest nicht vergessen, dass auch wieder andere Tage kommen!