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Sprüche über Ärger

492 Sprüche — Seite 21

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör

    Wilhelm Busch

  2. Das Schlüsselloch wird leicht vermißt, wenn man es sucht, wo es nicht ist.

    Wilhelm Busch

  3. Man soll, wenn einen der Zorn übermannt, höflich bleiben

    Otto von Bismarck

  4. Ein Gerücht fliegt auch ohne Flügel

  5. Unvorsichtigkeit ist eine hervorragende Eigenschaft derjenigen Menschen, welche morgen genau wissen, was sie heute zu tun haben.

    Wilhelm Busch

  6. Schimpfe nicht auf den Spiegel, wenn du mit einem Makel geboren bist.

  7. Fluche einem Nachbarn, und du gräbst zwei Gräber.

  8. Der beste Advokat ist der schlimmste Nachbar

  9. Einen Satz trag´ in den Ohren: Wer sich aufregt, hat verloren.

    Karl-Heinz Söhler

  10. Die Wunde von eines Messers Schneide heilt, aber der Hass, den böse Worte schlugen, stirbt nicht ab.

  11. Wenn ich aufhören werde, mich zu entrüsten, werde ich zu altern begonnen haben.

    André Gide

  12. Der Mutmensch kennt den Zorn, der Furchtmensch die Wut und den Ärger

    Walter Rathenau

  13. Ein Schiff, auf dem sich zwei Kapitäne befinden, geht unter.

  14. Zehn Späße bringen dir hundert Feinde ein.

    Laurence Sterne

  15. Einem Arzt, der nichts verschreibt, zürnen die Kranken. Sie glauben, sie seien von ihm aufgegeben.

    Epiktet

  16. Warum sie doch zu Schutz und Trutz die Tonart stets verschärfen? Nicht formen lässt sich jeder Schmutz, doch jeder lässt sich werfen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  17. Sei dessen eingedenk, dass zwischen einem Verrückten und einem, der vor Zorn rast, kein größerer Unterschied besteht als zwischen einer vorübergehenden und einer dauernden Tollheit.

    Erasmus von Rotterdam

  18. Katze: weicher, unzerstörbarer Automat, von der Natur erschaffen, damit wir danach treten können, wenn in der Familie etwas schiefgeht.

    Ambrose Bierce

  19. Wo leer zur Essenszeit im Hause sind die Töpfe, die werfen Mann und Frau einander an die Köpfe.

    Friedrich Rückert

  20. Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, geleichgültig, welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit.

    Albert Camus