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Sprüche über Ärger

492 Sprüche — Seite 19

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Alles Elend kommt davon, dass wir nicht ruhig allein in einem Zimmer sitzen können.

    Blaise Pascal

  2. Zigaretten sind wie Frauen. Am Anfang ziehen sie gut, aber zum Schluss sammelt sich leider auch bei der Zigarette das ganze Gift im Mundstück

    George Bernard Shaw

  3. Unordnung ist eine Uhr ohne Zeiger.

  4. Der Erfolg eines Menschen setzt sich aus seinen Fehlschlägen zusammen.

    Ralph Waldo Emerson

  5. Wenn man liebt, dann gedenkt man der Kränkung nicht lange.

    Fjodor M. Dostojewski

  6. Gerät ein Tiger aufs flache Land, wird er sogar von Hunden gefoppt.

  7. Ein Floh auf der Schlafmatte ist schlimmer als ein Löwe in der Wüste.

  8. Das Geld, was man für seine Hochzeit ausgibt, ist sehr häufig die erste Einzahlung in die wechselseitige Lebensverbitterungsanstalt

    Johann Nepomuk Nestroy

  9. Männer, die zur Schmetterlingsjagd tendieren, haben meist schlechte Erfahrungen mit Frauen hinter sich.

    David Herbert Lawrence

  10. Die ärgsten Feinde der Hauptsache sind die wichtigen Nebensachen.

    Friedrich von Bodelschwingh

  11. Zerre deine Gedanken weg von deinen Sorgen, an den Ohren, den Füßen oder auf sonst eine Art, die dir recht ist. Das ist das Gesündeste, was ein Körper tun kann.

    Mark Twain

  12. Eine gute Tafel stillt allen Groll des Spiels und der Liebe; sie versöhnt alle Menschen, bevor sie zu Bette gehen.

    Marquis de Vauvenargues

  13. Sich zu mühen und mit dem Widerstande zu kämpfen, ist dem Menschen Bedürfnis wie dem Maulwurf das Graben.

    Arthur Schopenhauer

  14. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht

  15. Wenn schlechte Leute zanken, riecht's übel um sie her; doch wenn sie sich versöhnen, so stinkt es noch viel mehr

    Gottfried Keller

  16. Ein Ärgernis ist nur, wo man es nimmt, gegeben: dir Vorgeworfnes brauchst du ja nicht aufzuheben.

    Friedrich Rückert

  17. Bei der Erfassung der richtigen Entscheidungen stehen meistens zwei Dinge im Gegensatz dazu: Die Eile und der Zorn.

    Thukydides

  18. Einen Dieb fängt man mit einem Dieb

  19. Der erste Betrug ist ärger als der letzte

  20. Besonders tief und voll Empörung fühlt man die pekuniäre Störung

    Wilhelm Busch