Sprüche über Gedanken
575 Sprüche — Seite 15
Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.
In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.
Ruhe suche ich nicht, aber Stille.
— Richard Rothe
Gedanken und Wege trennen die Menschen.
Wenn wir zu einem Entschluß gelangt sind, sollten wir von da an keinen Gedanken mehr auf die möglichen Resultate verschwenden, sondern uns völlig darauf konzentrieren, diesen Entschluß in die Tat um …
— William James
Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.
— Bettina von Arnim
Die Hälfte dessen, was man schreibt, ist schädlich, die andere Hälfte unnütz.
— Friedrich Dürrenmatt
Gut machen ist besser, als gut meinen.
Wer nichts sagt, sagt damit oft am meisten
— Rainer Karius
Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen.
— Gorch Fock
Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen, an denen du heute Gutes erfahren hast.
Grosse Gedanken kommen aus dem Herzen.
— Marquis de Vauvenargues
Man muss denken wie die wenigsten und reden wie die meisten.
— Arthur Schopenhauer
Das mütterliche Herz folgt den Kindern, wenn sie von dannen ziehen und der Segen der Mutter waltet über ihnen vom Morgen bis zum Abend; sie träumt von ihnen und in schlaflosen Nächten betet …
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Viele Menschen verstehen unter Denken nur die Umgruppierung ihrer Vorurteile.
— William James
Ohne Spekulation gibt es keine neue Beobachtung.
— Charles Robert Darwin
Denke wie ein Weiser, aber sprich die Sprache Deiner Mitmenschen.
— William Butler Yeats
Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
— Francis Bacon
Aber so ist der Mensch. Immer das Dümmste gefällt und beschäftigt ihn.
— Theodor Fontane
Glück bedeutet nicht, beschenkt zu werden, sondern den liebevollen Gedanken dahinter zu erkennen.
Weise erdenken neue Gedanken und Narren verbreiten sie.
— Christian Johann Heinrich Heine
Ein aufrichtiger Gedanke kann Himmel und Erde bewegen.