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Sprüche über Hoffnung

498 Sprüche — Seite 35

Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.

Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.

  1. Die wahre Frömmigkeit ist demütig und bescheiden.

    Adolph Kolping

  2. Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm ferner stehn beim Weltgericht, als viele, die da nimmer kannten Christus

    Dante Alighieri

  3. Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.

    Samuel Butler

  4. Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vornehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heißt, ihn lästern

    Ludwig Anzengruber

  6. Vor Gottes Angesicht taugt grobe Hoffahrt nicht.

    Abraham a Sancta Clara

  7. Der Pastor baut den Acker Gottes und der Arzt den Gottesacker.

    Georg Christoph Lichtenberg

  8. Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind.

    Joseph Joubert

  9. Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion.

    Gotthold Ephraim Lessing

  10. Die Irreligiösen sind religiöser, als sie es selbst wissen, und die religiösen sind's weniger, als sie meinen.

    Franz Grillparzer

  11. Des Glaubens Sonde ist der Zweifel.

    Johann Gottfried Seume

  12. Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.

    John Henry Newman

  13. Ich glaube, ich werde nach meinem Tode mehr für euch tun können als im Leben.

    Katharina von Siena

  14. Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?

    Denis Diderot

  15. In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.

    Johannes Kepler

  16. Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.

    Heinrich von Treitschke

  17. Geduld ist des Glaubens Goldstein.

    Ulrich Zwingli

  18. Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz.

    Ulrich Zwingli

  19. Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.

    Erasmus von Rotterdam

  20. Ein jeder Christ, der sich durch die Einwürfe der Ungläubigen ins Wanken bringen lässt und sich über sie ereifert, hat einen Fuß in der selben Grube mit ihnen

    Pierre Bayle