498 Sprüche — Seite 4
Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.
Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.
Den Glauben an dich selbst, lass dir von niemandem rauben, wenn du dir selbst nicht traust, wird niemand an dich glauben.
Und falls ich sterbe bevor du es tust, werde ich zum Himmel gehen und auf dich warten.
Wenn ich allein träume, ist es nur ein Traum. Wenn wir gemeinsam träumen, ist es der Anfang der Wirklichkeit
Wir müssen unseren Nächsten lieben - entweder weil er gut ist oder damit er gut werde
— Augustinus
Gott ist immer in uns, nur wir sind selten zu Hause.
— Eckhart von Hochheim
Unsere Träume können sich nur dann erfüllen, wenn wir unbeirrbar an ihre Erfüllbarkeit glauben; denn gerade unser Glauben gibt ihnen die Kraft, schließlich wahr zu werden
Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.
— Angelus Silesius
Wenn schon die Illusionen bei den Menschen eine so große Macht haben, dass sie das Leben in Gang halten können – wie groß ist dann erst die Macht, die eine begründete Hoffnung hat? Deshalb ist es ke …
— Dietrich Bonhoeffer
Steh mutig du in deiner Prüfung, wenn hart das Kreuz auf deinen Schultern liegt und wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt, schier unerreichbar scheint, ja selbst das Licht der Hoffnung zu erschwin …
Wenn es Silvester schneit, ist Neujahr nicht weit.
— Wilhelm Busch
Ach schrittest du durch den Garten noch einmal im raschen Gang - wie gern wollt ich warten, warten stundenlang!
— Theodor Fontane
Die Zeit vergeht, die Uhren ticken, bis wir dereinst den Kopf nur nicken. Doch dich vergessen, ach, o nein, unsere Freundschaft, die soll ewig sein.
Es ist besser, hoffnungsfroh zu reisen, als anzukommen.
Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flüchtiger Gast im Erdenland. Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand.
— Ludwig Uhland
Wenn du strauchelst, weil dir die Arbeit zu schwer wird, möge die Erde tanzen, um dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
Liebe zur Natur ist die einzige Liebe, die menschliche Hoffnungen nicht enttäuscht.
— Honoré de Balzac
"Alles geht vorüber". Wie unterschiedlich ist doch die Bedeutung dieses Satzes! In einer glücklichen Stunde wirkt er ernüchternd. Angesichts von Kummer und Schmerz hingegen, tröstlich.
— Abraham Lincoln
Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.
— Jean Jaurès
Das alte Jahr gar schnell entwich. Es konnt sich kaum gedulden und ließ mit Freuden hinter sich den dicken Sack voll Schulden.
— Wilhelm Busch
Ein Seehund lag am Meeresstrand, wusch sich die Schnauz' im weißen Sand. O möchte doch dein Herz so rein, wie diese Seehundschnauze sein!