2005 Sprüche — Seite 47
Wenn der eine nicht will, können zwei nicht streiten.
Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber die Leut'.
Das Geld verdeckt die grössten Löcher.
Den Kopf kühl, die Füße warm, machen den besten Doktor arm.
Gute Kornjahre sind schlechte Obstjahre.
Wenn sich die Katzen putzen, gibt es gutes Wetter.
Wenn sich die Schafe auf der Weide mit den Köpfen zusammenstellen, folgt Gewitter.
Der Kuckuck schreit nicht eher, bis der Hafer grün ist.
Baden Spatzen und Hühner im Sand, kommt Regen ins Land.
Kommen die Bienen nicht heraus, ist's mit dem schönen Wetter aus.
Baut die Ameise hoch ihr Haus, fällt der Winter trocken aus.
Ist die Spinne träg zum Fangen, Gewitter bald am Himmel hangen.
Wenn die Spinnen im Regen spinnen, wird er nicht mehr lange rinnen.
Wenn man einen Hund zum Jagen tragen muss, wird man nicht viel fangen.
Willst Glück du haben mit dem Vieh, so füttre pünktlich, plage nie.
Wenn d'Apfelbäum' blüh'n, soll der Ofen glüh'n.
Auf großen Raum pflanz' einen Baum und pflege sein, er bringt dir's ein.
Blüh'n die Disteln reich und voll, ein schöner Herbst dir blühen soll.
Blüte schnell und ohne Regen, verspricht beim Obste großen Segen.
Nun fängt das Laub zu stehen an, die Vögel haben das Legen getan.
Frißt der Hund viel grünes Gras, gibt es bald von oben was.
Rüttelt der Orkan am Haus hängt man keine Wäsche raus!
Der Nebel, wenn er steigend sich erhält, bringt Regen, doch klar Wetter wenn er fällt.
Der Winter bringt zweierlei auf einmal: weiße Tage und schwarze Nächte.
Der Hund, dem man einen Maulkorb anlegt, bellt mit dem Hintern.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die Katze schmeichelt uns nicht, sie lässt sich von uns schmeicheln.
— Antoine de Rivarol
Setz einen Frosch auf einen weißen Stuhl, er hüpft doch wieder in den schwarzen Pfuhl.
— Wilhelm Müller
Auch der größte Hund war einmal ein Welpe
— Joaquin Miller
Disteln sind dem Esel lieber als Rosen
Wenn im Januar viel Nebel steigen, wird sich ein schönes Frühjahr zeigen.
Kalter Valentin - früher Lenzbeginn. (14. Jan.)
Jeder Lenz bringt neue Lieder, jeder Tag bringt neues Licht. Vieles in der Welt kehrt wieder, doch die schöne Schulzeit nicht.
Ob gut, ob schlecht das Jahr auch sei: ein bisschen Frühling ist immer dabei!
Wie das Veilchen sei bescheiden, wie der Frühling reich an Freuden.
Ein neues Frühjahr zu erleben, halte ich jedesmal für eine Gnade Gottes.
— Helmuth James Graf von Moltke
Eine Blume kann man abschneiden, aber den Frühling kann man nicht aufhalten.
Unter der Schneelast unseres Alters grüne das Immergrün eines guten Gewissens, sprosse das Schneeglöckchen, die Botin des ewigen Frühlings.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Die Geiß soll weiden, wo sie angebunden ist.
Wer nach Geld heiratet, verliert seine Freiheit.
Keine Henne fliegt über die Mauer.